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Hinterland Im Kino läuft das Projekt „Zukunft“
Landkreis Hinterland Im Kino läuft das Projekt „Zukunft“
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20:37 23.01.2012
Informationen aus erster Hand: Die Auszubildende Lea Gärtner von CSL Behring berichtet den Schülern über ihren Ausbildungsalltag. Quelle: Martina Koelschtzky

Marburg. Neben den Berufsberatern der Agentur warteten auf den drei Stockwerken des Cineplex 36 Ausbildungsbetriebe auf die Fragen der Schüler aus dem Landkreis.

Beim Auftakt am Montag war schon der größte Kinosaal nicht groß genug, um allen interessierten Jugendlichen einen Platz zu bieten. Schüler wie Betriebe zeigten sich begeistert von der Idee, den Jugendlichen Ausbildungsbetriebe auf diese Art näherzubringen.

Die Idee zu „Ausbildung im Kino“ hatte der Vorstand der Arbeitsagentur, berichtet Berufsberaterin Stefanie Bergmann. Und Cineplex-Betreiberin Marion Closmann war sofort Feuer und Flamme für das Vorhaben. „Schließlich soll Kino ja auch was fürs Leben sein, nicht nur Unterhaltung“, begründete sie ihr Engagement, das auch von Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) gewürdigt wurde. „Der Film heute: Was kann ich nach der Schule machen?“, begrüßt Bergmann die Schüler im vollen Kinosaal.

Auch bei den 36 teilnehmenden Betrieben herrschte Zufriedenheit über die Ausbildungsbörse im Kino. „Nach so etwas steigen bei uns die Bewerbungen immer an“, freute sich Klaus Beck von der Stadtallendorfer Firma Fritz Winter. Es sei schwierig geworden, für die 14 verschiedenen Ausbildungsberufe, die Winter anbietet, genug qualifizierte Bewerber zu finden. Dieses Bild spiegele sich auch in den Pflegeberufen wieder, berichtete Schulleiter Jürgen Eierdanz von der Altenpflegeschule der Arbeiterwohlfahrt. 200 Fachkräfte fehlen bereits jetzt in der Region, und der Bedarf steige stetig an.

Auch wenn die Feedback-Zettel, die alle Schüler erhielten, erst noch ausgewertet werden, steht schon jetzt fest: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

von Martina Koelschtzky

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