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Im Einklang mit der Natur

Neubau Im Einklang mit der Natur

Etwa sechs Millionen Euro investierte Cemex Kies & Splitt GmbH in das neue Kieswerk Niederweimar. Weiterhin haben ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit oberste Priorität.

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Jens Rathgeber (links), Regionalleiter Mineralische Rohstoffe Region Süd/Süd-West, und Dr. Volker Schübel, Vice President Materials, begutachten das neue Kieswerk in Niederweimar.

Quelle: Nadine Weigel

Niederweimar. "Im Einklang mit der Natur leben und produzieren, das ist unser Ziel", sagte Jens Rathgeber, Regionalleiter der Cemex Kies & Splitt GmbH. Daher wurde bei der Planung und Umsetzung des neuen Kieswerks Niederweimar vor allem auf "Nachhaltigkeit" geachtet - ein Wort, das während der gestrigen Einweihungsfeier im Mittelpunkt stand.

"Die drei Säulen der Nachhaltigkeit sind Umweltschutz, der Umgang mit Menschen und der wirtschaftliche Erfolg", betonte Dr. Volker Schübel, Vice President Materials der Cemex Deutschland AG, Mutterunternehmen der Cemex Kies & Splitt GmbH. Dieses Ziel hat seit der Eröffnung des Werkes 1969, damals unter dem Namen "Lahn Waschkies", lange Tradition.

Um Platz für einen Lückenschluss an der B3 und den Neubau der Ortsumgehung Niederweimar zu schaffen, verlegte Cemex Kies & Splitt die Aufbereitungs- und Klassieranlagen. Die Planungsphase begann 2007, die Bauarbeiten wurden 2009 angefangen und im November vergangenen Jahres startete die Produktion, resümierte Rathgeber.

In dem Kieswerk werden die mineralischen Rohstoffe Kies, Sand und Splitt gewonnen, die als Baugrundlage im Hoch- und Tief- sowie im Straßen- und Wasserbau eingesetzt werden.Die Anlage nimmt rund sechs Hektar ein und ist mit modernster Aufbereitungstechnik ausgestattet. Die neue Anlage hat eine Durchsatzleistung von 350 Tonnen Lahnkies pro Stunde. Das Unternehmen setzt neueste Siebmaschinentechnik ein und verfügt über eine automatische Verladung, was noch längst kein Standard in der Branche sei, wie Rathgeber hervorhob.

"Das Besondere an diesem neuen Werk ist, dass die Halden über den Tunneln mit Unterflurabzügen liegen. Dadurch wird der Einsatz von Radladern in der Rückverladung auf ein Minimum beschränkt, was einen Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen, zum Lärmschutz und damit zur Nachhaltigkeit leistet", erläuterte der Regionalleiter (links im Bild, Foto: Nadine Weigel).

"Die Mitarbeiter finden hier bessere Arbeitsbedingungen vor als im früheren Kieswerk", sagte Schübel (rechts im Bild).

Dr. Lars Witteck, Präsident des Regierungspräsidiums Gießen, zeigte sich besonders beeindruckt von den zehn verschiedenen Ausbildungsberufen und den regelmäßigen Fortbildungsangeboten, die das Kieswerk bietet, denn: "Gut ausgebildete junge Menschen brauchen eine Umgebung, in der sie sich weiterentwickeln können."

Dabei sei die bloße Gewinnung des Gesteins aus der Erde lediglich eines von mehreren Zielen, wie Schübel erläuterte. "Im Zuge des Neubaus und weiteren Abbaus ist es angedacht, den Bachlauf zu verlegen, um ein fließendes Gewässer zu erhalten", führte Schübel aus. Außerdem werde zur Verbesserung des Radwegenetzes beigetragen und das geplante Museumsdorf unterstützt, ein Projekt der Hessischen Landesarchäologie.

Einen großen Stellenwert im Unternehmen nimmt der Umweltschutz ein, zum Beispiel der Schutz des Bodens und der Artenvielfalt, nicht nur in Niederweimar. Die bundesweit 230 Standorte von Cemex haben bereits verschiedenste Auszeichnungen, unter anderem von Behörden und Körperschaften, für verantwortliches Handeln erhalten. "Für alle Standorte bestehen Nachnutzungspläne, die die Überführung eines Abbaustandortes in ein sogenanntes Sekundärbiotop sicherstellen", erklärte Schübel stolz. Daher erfolgte die Planung für das neue Kieswerk Niederweimar in enger Kooperation mit Naturschutzverbänden. "Damit ist das Vorurteil widerlegt, dass der Abbau von Rohstoffen automatisch Schaden an der Natur anrichtet. Hier entstehen sogar neue Kulturlandschaften", sagte Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen, während der Einweihung.

Auch die gute Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen dem Unternehmen, der Gemeinde Weimar und den Behörden des Regierungspräsidiums hob Witteck hervor. Bürgermeister Peter Eidam bestätigte das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Werk und Gemeinde: "Auf Cemex war und ist Verlass - in jeder Beziehung."

von Simone Schwalm

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