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Ihre Hoheit „Lara I.“ gibt sich zum Fest die Ehre

Feier Rachelshausen Ihre Hoheit „Lara I.“ gibt sich zum Fest die Ehre

Mit drei Böllerschüssen wurde am Freitag die 675-Jahr-Feier des 165-Seelen-Ortes Rachelshausen standesgemäß eröffnet. Das Fest endete am Sonntag.

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Detlef Ruffert bat Kirschenkönigin „Lara I.“ um die Erlaubnis, Grußworte an ihr Volk richten zu dürfen.

Quelle: Ingrid Lang

Rachelshausen. Vor die Kirche wurde die Festgemeinde vom Musikverein Gladenbach, der unter der Leitung von Michael Werner stand, erwartet. Nach dem Platzkonzert begann im Festzelt der Kommers, den Ortsvorsteher Walter Scheld eröffnete.

Voller Stolz verkündete Scheld den Gästen: „Wir sind Kirschenkönigin“ und bat „Lara I.“ mit ihrem Prinzen Janik Drösch auf der Bühne Platz zu nehmen.

Scheld erinnerte an die urkundliche Ersterwähnung Rachelshausen, die am 10. August 1336 als Racheboldishusin im Staatsarchiv dokumentiert ist. Obwohl Rachelshausen der höchst gelegene Ort Gladenbachs sei und nach der Gebietsreform 1974 seine politische Selbstständigkeit aufgegeben habe, seien die dörflichen Eigenschaften noch vorhanden, sagte Scheld.

Zwar sei die Blütezeit, die vor vielen Jahren noch in dem kleinen Ort vorhanden war und bei der Rachelshausen durch den Steinbruch noch „steinreich“ war, vorbei. „Rachelshausen wird aber trotzdem so schnell nicht untergehen“, sagte er. Der Ortsvorsteher lobte die Arbeit des Festausschusses, der sich bereits 2009 nach einer Bürgerversammlung gebildet hatte, sowie die der vielen Helfer, die seit zwei Jahren das Jubiläum mitvorbereitet und dabei großen Zusammenhalt bewiesen haben.

Auch Landrat Robert Fischbach zollte der Dorfgemeinschaft großen Respekt und ging ebenfalls auf die Gebietsreform ein. Er sagte: „Egal was geschieht, Rachelshausen bleibt immer bestehen.“ In den kleinen Gemeinden sei der Gemeinschaftssinn noch sehr ausgeprägt, das finde man in großen Städten nicht, erklärte er.

Bevor Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert mit seinem Grußwort begann, holte er sich mit einem Kniefall vor ihrer königlichen Hoheit „Lara I.“ die Erlaubnis zum Reden, was ihm lautstarken Beifall einbrachte. Ruffert betonte, dass es wichtig sei, sich immer an die Vergangenheit zu erinnern, wie bei der 675-Jahr-Feier Rachelshausens, denn nur so könne man auch in die Zukunft blicken.

Gladenbachs Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim erklärte, er habe gleich drei Geschenke mitgebracht: das Kirschenmarkt-Wetter, ein Faltblatt über den Rachelshäuser Steinbruch und eine mit Wappen verzierte Schiefertafel. Knierim erinnerte mit letzterem an den geschützten Landschaftsbestandteil „Endeschnabel“, den ehemaligen Diabas-Steinbruch, der noch bis Anfang der 1990er Jahre betrieben wurde.

von Ingrid Lang

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