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Hinterland Ideen sollen weiterentwickelt werden
Landkreis Hinterland Ideen sollen weiterentwickelt werden
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17:35 30.03.2012
Die Neugestaltung des Marktplatzes war in allen fünf Arbeitskreisen, die sich am Projekt „Meilensteine“ beteiligt haben, ein Thema.Foto: Klaus Peter
Biedenkopf

Das Projekt „PLACES“ unterstützt Kommunen darin, Bedingungen sowie Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und natürlicher Umwelt zu identifizieren und daraus Ansätze einer nachhaltigen Flächennutzung und Entwicklung zu strukturieren.Vor rund 40 Bürgern - überwiegend Mitglieder der fünf Arbeitskreise - präsentierten die Diplomingenieure Corinna Scholz und Philippe Schmidt von der Weimarer Bauhaus-Universität die in den Arbeitskreisen erarbeiteten Ideen und Vorschläge. Bürgermeister Joachim Thiemig wies auf die Wichtigkeit des Projektes „PLACES - Biedenkopfer Meilensteine“ hin, das auch für die nachhaltige Stadtentwicklung wichtig sei. Nur gemeinsam sei es möglich, ein solches Pilotprojekt umzusetzen. Die Bürger haben das Projekt laut Thiemig gut angenommen und in den fünf Arbeitskreisen mit jeweils drei Workshops sehr gut mitgearbeitet und dabei Impulse und Ideen erarbeitet und entwickelt. Scholz und Schmidt stellten fest, dass die bisher erarbeiteten Ideen und Impulse zum Ziel haben, ökologische nachhaltige Entwicklung von Flächen in Kommunen zu ermöglichen. Grundlage dabei sei ein Nachhaltigkeitscheck, und als erweitertes Ziel die Schwerpunktsetzung auf eine generationsverträgliche und damit in die Zukunft gerichtete Stadtentwicklung, sagte Schmidt. Dazu gehören der Ausbau der Infrastruktur, die Belebung der Innenstadt und die attraktive Gestaltung der Innenstadt. In allen fünf Arbeitsgruppen sei die Marktplatzgestaltung und die Innenstadtentwicklung ein großes Thema gewesen, aber auch ein Verkehrsentwicklungskonzept, die Lebensqualität und der Umweltschutz sowie die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer seien thematisiert worden, berichtet Schmidt. Modelle der Verkehrsumleitung und -reduzierung in der Stadt wurden diskutiert und die Option, dass Fußgänger am Marktplatz mehr Platz finden müssten. Das Potenzial der historischen Altstadt mit Fachwerkbauten sei mit der Innenstadtentwicklung hervorzuheben. Wichtig sei, dass die Bürger weiterhin in Arbeitskreisen die angestoßenen Themenbereiche weiter entwickeln, sagte Schmidt. Die Fortführung der Arbeitskreise stieß bei den Teilnehmern auf ein offenes Ohr. Es wurde allerdings auch der Wunsch geäußert, dass sich Entscheidungsträger in die Arbeitskreise einbringen, um zu vermeiden, dass „für die Schubladen geplant“ wird. Die Entscheidungsträger könnten vorab weitgehend einschätzen, welche Projekte in welchem Zeitraum realisierbar sind. Bürgermeister Joachim Thiemig berichtete, dass in der nächsten Zeit eine Broschüre über die Präsentationsergebnisse erstellt wird, wobei nicht alle Ideen völlig neu seien und es zu vielen Themenbereichen Ansatzpunkte gibt. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Stadtentwicklung ein zentraler Punkt ist, wobei nicht alle Ideen gleichzeitig umgesetzt werden könnten. Schmidt ergänzte, dass das bisher Erarbeitete ein Schritt ist, dem weitere Schritte folgen müssten. Ein Bürger wies darauf hin, dass wichtige Projekte auch möglichst kurzfristig umgesetzt werden müssten und erinnerte dabei an den Marktplatz. Eine andere Bürgerin wies auf die Gefahr hin, dass Projekte zerredet werden. Sie hielt es für erforderlich, dass es im Rathaus einen Ansprechpartner gibt, der das Vorgehen auch der Arbeitskreise organisiere. Aus finanziellen Gründen könne keine Stelle für einen Koordinator geschaffen werden. Auch werde bei dem Projekt keine Liste abgearbeitet. Vielmehr müssten sich Themenfelder angesehen und weiter entwickelt werden, sagte Bürgermeister Thiemig.

von Klaus Peter

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