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Hinterland IHK: Betreuungsangebot ist vorbildlich
Landkreis Hinterland IHK: Betreuungsangebot ist vorbildlich
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21:00 01.09.2011
Schulleiter Harald Becker (rechts) und Claudia Wagner (vorne links) von der IHK Lahn-Dill freuen sich mit den rund 200 Kindern der Grundschule der MPS Dautphetal über die Auszeichnung ihrer Schule. Quelle: Salomé Weber

Friedensdorf. Bundesweit schrieb die IHK im Frühjahr in Deutschland einen Wettbewerb aus, an dem 5.000 Schulen aus 14 Bundesländern teilnahmen. „Aus der Region Dillenburg, Wetzlar und Biedenkopf nahmen 54 Grundschulen teil, wobei das Betreuungsangebot der Grundschule Dautphetal zu den drei besten in der Region gehört. Denn zum einen ist die Grundschule, die einzige, die ein Betreuungsangebot nach 17 Uhr anbietet, zum anderen ist die Kooperation mit heimischen Unternehmen vorbildlich“, sagte Claudia Wagner von der IHK Lahn-Dill.

Die Grundschule Dautphetal ist eine von zwei Schulen, die über Sponsoren und Partner verfügen. So wurde zum Beispiel der „Bewegungsraum“, den es seit 2009 an der Schule gibt, von Sponsoren mitfinanziert. An dem Betreuungsangebot für die Grundschulkinder nehmen nach Angaben von Schuldirektor Harald Becker rund 120 Kinder teil – das sind etwa 50 Prozent aller Grundschüler an der MPS Dautphetal.

Ab 7 Uhr können die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, wo sie bis 15.15 Uhr betreut werden. Anschließend haben sie die Möglichkeit, mit einem Bus von der Schule zum Kindergarten gebracht zu werden, wo sie weiter betreut werden. Dieses Angebot ist kostenpflichtig. Kostenlos sind hingegen die 23 Arbeitsgemeinschaften, die nach der Schule angeboten werden und sich auch an die Schüler der Klassen fünf bis zehn richten. Es werden lediglich Materialkosten oder Eintrittsgebühren erhoben. Auch die Hausaufgabenbetreuung der Volkshochschule ist kostenlos.

„Für die Eltern ist es wichtig zu wissen, dass ihr Kind gut versorgt ist, wenn sie es abgeben. Die MPS Dautphe bietet ein tolles Freizeitprogramm an“, findet Wagner und ergänzt: „Meinen Erfahrungen nach, gibt es viele Mütter die gerne arbeiten möchten, aber kein geeignetes Betreuungsangebot finden. Dabei könnten gut ausgebildete Mütter, die die Möglichkeit haben, ihre Kinder während ihrer Arbeitszeit abzugeben, zum Beispiel dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Nach der regionalen Befragung der IHK Lahn-Dill ist der Betreuungsbedarf von Grundschulkindern größer als das Angebot. Um die Nachfrage zu decken, müssten ein Drittel der Grundschulen längere Öffnungszeiten oder mehr Betreuungsplätze anbieten. Ein erneuter „Grundschulcheck“ der IHK ist zwar, laut Wagner, nicht geplant. Allerdings wolle man die Entwicklungen der Grundschulen, die an dem Wettbewerb teilgenommen haben, verfolgen und den Ausbau des Betreuungsangebotes konstruktiv begleiten.

von Salomé Weber