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Humorvoll, verträumt und begeisternd

Konzert Humorvoll, verträumt und begeisternd

Ein Dirigent mit Alleinunterhalter-Qualitäten, ein eingespieltes Orchester und dazu ein erfahrener Stepptänzer. Diese gelungene Kombination begeisterte die rund 300 Besucher in Bad Laasphe.

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Auch mit Mikrophon in der Hand macht der Dirigent der Philharmonie Südwestfalen, Charles Munroe, eine gute Figur.Foto: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. Wie in den Jahren zuvor lockte die Veranstaltung zahlreiche Hinterländer in die Aula des Städtischen Gymnasiums. Eingeladen hatte der Kulturring Bad Laasphe. Dass ein guter Dirigent mehr kann, als den Taktstock zu schwingen, hat Charles Munroe bereits im vergangenen Jahr bewiesen.

Damals stand er als neuer Leiter der Philharmonie Südwestfalen zum ersten Mal in Bad Laasphe auf der Bühne. Mit seinem trockenen Humor löste er so manche Lachsalve im Publikum aus. Kein Wunder, dass die Vorfreude auf das nächste Neujahrskonzert bei vielen Besuchern groß war.

Humoristische Ansagen und straffes Programm

Wer einen mit viel Humor gepaarten musikalischen Leckerbissen erwartet hatte, wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Und wieder war es Munroe, der in ganz besonderer Weise zu begeistern wusste: Mit seinen humoristischen Ansagen zu den Stücken eröffnete er den Besuchern einen ganz besonderen Zugang zur Musik.

Zu Beginn erklang die Ouvertüre zur Oper „Raymond“ von Ambroise Thomas. Ein erfrischender Einstieg in den Abend. Dem folgte der heitere „Tanz der Komödianten“ aus Bedrich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“. Verträumt ging es weiter mit Frank Bridges „Serenade“. Nahtlos, mit großer Leichtigkeit zu Gehör gebracht, fügte sich Antonin Dvoraks „Slawischen Tanz Nr. 5 A-Dur“ ein. Wuchtig entfalteten die Philharmoniker zum Abschluss der ersten Konzerthälfte noch einmal ihre ganze orchestrale Klangpracht: Mit George Bizets „Farrandole“ aus der L’Arlesienne Suite Nr. 2.“ Temperamentvoll gestalteten die Musiker auch den zweiten Teil des Konzerts.

Begeisterung und Staunen rief der Stepptänzer Andreas Dänel mit seinen schwungvollen Einlagen hervor - unter anderem bei Morton Goulds „Konzert für Step Dancer und Orchester“ und Lereoy Andersons „The Syncopated Clock“. Das Publikum honorierte diese rhythmischen Glanzlichter mit stürmischem Applaus.

Beste Wünsche und Zugaben für das Publikum

Nicht weniger stürmisch beklatschten die Besucher die Darbietung von Johann Strauß Sohns „Frühlingsstimmen-Walzer“. Strahlende Gesichter im Publikum, manch einer schloss bei dem Violinen-Spiel die Augen. „Bravo“, tönte es aus Reihen, als die Schlussnote des Walzers verklungen war.

Zum Abschluss spielten die Philharmoniker den „Spanischen Marsch“ von Josef Rixner. Dirigent Munroe riet den Besuchern, bei der Heimfahrt vorsichtig zu fahren, „weil ich schlafwandle.“ Und fügte hinzu: „Ach ja - ein glückliches neues Jahr!“

Selbstverständlich verabschiedeten sich die Musiker nicht ohne Zugaben. Den „Spanischen Marsch“ gab’s ein weiteres Mal und obendrauf auch den Radetzky-Marsch bei dem das Publikum freudig mitklatschte.

von Björn-Uwe Klein

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