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„Sixpash“ machen Hits zu ihren Songs

Hinterländer Band „Sixpash“ machen Hits zu ihren Songs

Vor 15 Jahren gründeten Schüler die Band 
„Sixpash“. Heute sind die Musiker mit Coversongs semiprofessionell im 
Geschäft und spielen vor bis zu 6000 Besuchern.

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Die Band „Sixpash“ trat 2017 vor 6000 Besuchern des Chemnitzer Stadtfestes auf. In diesem Jahr planen sie ihr erstes Konzert im Ausland.

Quelle: Annika Müller

Hinterland. Fünf Freunde machen seit ihrer Schulzeit was ihnen am meisten liegt: Musik. In ihr eingeschworenes Team haben sie vor drei Jahren den Hinterländer Jan-Patrick Wallentin aufgenommen. Er gibt seitdem bei der Band aus Hadamar im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg den Takt am Schlagzeug an.

Die Brüder Jonas (Bass) und Robin Staudt (Gitarre/Gesang) stehen bereits seit ihrer Jugend zusammen mit Laura Karl (Gesang), Benedikt Böckling (Gesang/Keyboard) und Patrick Jentzsch (Gesang/Gitarre) auf der Bühne. Das Gefühl von Verbundenheit, Familie und Einklang ist das, was Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin seit seinem Einstieg fasziniert.

Freundschaft ist der Kitt, der die Band zusammenschweißt und der räumliche Entfernungen schmelzen lässt. Auch wenn das Studium oder der Beruf die Musiker längst an andere Orte verschlagen hat – ihr Herz schlägt für die gemeinsamen Live-Momente auf der Bühne.

Noch organisieren die Bandmitglieder vieles in Eigenregie: das Booking und die Verwaltung der medialen Kanäle wie Facebook, Instagram und die bandeigene Website. Aber zur Band gehören mittlerweile auch ein eigener Tontechniker, ein Lichttechniker und eine Fotografin, die immer mit auf Tour sind.

Dass die Band eigenverantwortlich arbeitet, bietet den Musikern den Vorteil, dass sie das letzte Wort haben, bei welcher Veranstaltung sie auftreten und wo nicht. Jonas Staudt schätzt diese Freiheit sehr: „Die Bandmitglieder entscheiden selbst, wo die Reise hingeht.“

Sängerin verpflegt die Gruppe

Jedes Jahr stellen die Musiker ein neues Programm zusammen für die bis zu 40 Auftritte. Dabei kommen die speziellen Fähigkeiten der Musiker zum Tragen und eine disziplinierte Arbeitsteilung:

Während Sänger und Gitarrist Patrick Jentzsch der kreative Kopf der Musikerschar ist und mit seinen Bandkollegen an den Instrumenten an neuen Arrangements feilt, kümmert sich Sängerin Laura Karl um die Verpflegung ihrer Jungs während der Proben und macht oftmals von ihren vorzüglichen Kochkünsten Gebrauch. Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin ist dagegen mit Bassist Jonas Staudt und Keyboarder Benedikt Böckling stark in der Bandpromotion und dem Booking engagiert.

Hauptsaison der Auftritte ist von Mai bis August

2016 hatte die Band „Sixpash“ einen Open-Air-Auftritt beim Weihnachtsmarkt in Berlin, 2017 spielten die Musiker für „MDR Jump“ beim Stadtfest in Chemnitz vor 6000 Zuschauern. Doch das bisher größte Konzert der Bandgeschichte war die Eröffnung der Landebahn Nord-West am Frankfurter Flughafen. Dort spielte die Band vor rund 80.000 Zuschauern, die die Eröffnungsveranstaltung besuchten. Geplant ist in diesem Jahr auch der erste „Gig“ im Ausland. Im Oktober stehen die Musiker bei Salzburg in Österreich auf der Bühne. Die Hauptsaison für Auftritte ist von Mai bis August. Dann haben Stadtfeste und Festivals Hochsaison.

Im „Sixpash“-Terminplan ist bereits eingetragen, dass die Band als Auftakt im Mai ein Konzert in Elz gibt, vierzehn weitere Konzerttermine sind für 2018 bereits gebucht. „Wir können aus langjähriger Erfahrung sagen, dass das für diesen noch frühen Zeitpunkt ein sehr guter Schnitt ist.“

In diesem Jahr wird die Band im August auch wieder beim Open-Air-Festival „Donnerstags in Gladenbach“ auf der Marktplatz-Bühne stehen. Auf das Heimspiel freut sich Wallentin besonders, denn 2017 ist der Auftritt von „Sixpash“ sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Im Jahr davor kamen rund 1500 Zuschauer, um die Coverband zu sehen, der das simple Nachspielen von Songs zu fade ist. An diesen Erfolg wollen die Musiker anknüpfen.

Traum vom eigenen Studio-Album erfüllt

„Bei uns kommt nichts vom Band“, sagt Jonas Staudt, der mit 30 Jahren der älteste in der Band ist. Das jüngste Bandmitglied ist sein Bruder Robin (25). Die aktuellen Hits werden nicht nur nachgespielt, sondern kreativ neu arrangiert, so „dass sie zu uns passen“, sagt Jonas Staudt.

2016 hat sich die Band einen Traum erfüllt und ihr erstes Studio-Album aufgenommen – mit zehn Songs. Dass das Publikum auf ihre Arrangements steht, macht Jan-Patrick Wallentin daran fest, dass die CDs nach den Auftritten in großen Mengen verkauft werden. „Die Leute wollen Unterhaltung und gute Musik – sie wollen Songs, die sie aus dem Radio kennen“, sagt Jonas Staudt.

In ihrem Repertoire haben die Musiker 40 bis 45 Songs. Vor jedem Auftritt wird die Reihenfolge der Songs neu festgelegt. Die Musiker wollen einen Spannungsbogen aufbauen und das Publikum mitziehen.

„Jede Show kann anders sein“, sagt Jonas Staudt. Und dass die sechs Musiker perfekt aufeinander eingestimmt sind, spürt auch Jan-Patrick Wallentin. „Manchmal ruft einer auf der Bühne einen Song und in den nächsten drei Sekunden geht‘s los“.

OP verlost drei CDs
 der Band „Sixpash“

Ab und an spielen „Sixpash“ dann aber doch den ein oder anderen Song, den man absolut nicht von einer Coverband gewohnt ist und erwartet. So beispielsweise auch den Titel „Du trägst keine Liebe in dir“ von Echt (1999). Den Song hat sich „Sixpash“ zu eigen gemacht und eine 4,24-minütige Version auf ihre CD gebrannt. „Wenn wir diesen Song dann live spielen, liegt sich die Menge in den Armen“, sagt Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin.

Die Faszination der Bandmitglieder für Live-Musik ist ansteckend. Die Band hat bereits ein paar hartgesottene Fans, die den Musikern zu jedem Auftritt nachreisen. „Sie stehen immer vorne rechts“, sagt Jonas Staudt. Zu Weihnachten gab es von ­ihnen für jeden Musiker personalisierte Gummibärchen. Komisch finden Jonas Staudt und Jan-Patrick Wallentin das schon etwas, aber irgendwie zeigt es auch, dass das, was sie am meisten lieben, einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Bis zum ersten Auftritt im Mai wird noch viel geprobt. In dieser Zeit kreieren die Musiker aus massentauglichen Hits livetaugliche Coverversionen.

  • Die OP verlost drei CDs der Band „Sixpash“. Bitte beantworten Sie folgende Frage: Wie viele Musiker spielen in der Band „Sixpash“ mit? Die richtige Lösung samt Ihrer Adressdaten schicken Sie bitte per E-Mail an folgende Adresse: gladenbach@op-marburg.de. Einsendeschluss ist Freitag, 23. Februar, um 14 Uhr. Die Gewinner erhalten die CDs per Post.

von Silke Pfeifer-Sternke

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