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Himmelsbote mit gebrochenen Flügeln

Marburg Himmelsbote mit gebrochenen Flügeln

Über zwei Jahre ist Daniel Weith im Landkreis als Versandbote unterwegs gewesen. Die Arbeit habe ihn an die Belastungsgrenze gebracht – und darüber hinaus. Nun zieht er eine Schlussstrich.

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Da wartet noch eine Menge Arbeit: Ein Hermes-Mitarbeiter übernimmt die Vorsortierung der Pakete, die es zu verteilen gilt.

Quelle: Uwe Zucchi

Marburg. Die Tage sind lang.Im Dunkeln  hat Daniel Weith seinen Wagen  in den Morgenstunden mit Paketen und Päckchen beladen.

Mittlerweile hat er sich an die Überstunden gewöhnt, die Kopfschmerzen, die ständige Müdigkeit. Was ihn schlussendlich dazu bewogen hat, seine Hermes-Flügel abzuschnallen und den Job aufzugeben: „Meine Familie ist an diesem Beruf zerbrochen. Ich hatte keine Zeit für meine Partnerin und die Kinder. Ich war an der körperlichen Belastungsgrenze. Und darüber hinaus“, erzählt er.

Daniel Weith suchte das Gespräch mit dem Sat-Betreiber in Frankenberg, dem Unternehmer, der für den Hermes-Versand in der Region arbeitete.

Die Gespräche seien ständig gleich beendet worden. „Mir wurde Verständnis entgegen gebracht. Es hieß immer, es sei nur eine Phase. Es würden wieder bessere Zeiten kommen. Ich hatte mich darauf verlassen“, erzählt Daniel Weith.

Nach der Anfrage der OP ging Birte Ayhan den Vorwürfen auf den Grund. Wie sich herausstellte, wurde die Zusammenarbeit mit dem Unternehmer zum 30. November 2011 gekündigt, der Hermes gegenüber noch immer Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 16.000 Euro habe, wie Birte Ayhan erzählt.

Heute, so sagt Weith, würde er sich solchen Strapazen nicht mehr aussetzen.

von Carsten Bergmann

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