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Hinterland Hessische Bäcker tagen in Marburg
Landkreis Hinterland Hessische Bäcker tagen in Marburg
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20:57 16.05.2011
Die Landesverbandstagung des Bäckerhandwerks Hessen fand am Wochenende in Marburg statt. Quelle: Giulia Coda

Marburg. „Ich blicke sehr positiv in die Zukunft“ – Ein Satz den die anwesenden Obermeister der hessischen Bäckerinnungen wohl gerne hörten. Schließlich hatte Landesinnungsmeister Wolfgang Schäfer so einiges und dabei nicht immer nur Erfreuliches in seinem Situationsbericht zu verkünden.

Am Wochenende hielten die hessischen Bäckerinnungen ihren Verbandstag im Marburger Welcome-Hotel ab. Alle 700 handwerklichen Bäckereien Hessens waren durch einen Obermeister der Innung ihrer Region vertreten. Insgesamt waren mit den 21 Obermeistern, weiteren vereinzelten Innungsmitgliedern, den Verbandsvorsitzenden und weiteren Stellvertretern, wie Gunther Hahn Geschäftsführer der BäKo-Zentrale Süddeutschland rund 50 Teilnehmer anwesend.

Traditionell gab Landesinnungsmeister Schäfer den Zuhörern am Sonntagvormittag einen Überblick und eine Beurteilung über die politische und wirtschaftliche Lage. So bereitet besonders der demografische Wandel dem Bäckerhandwerk große Sorgen. Schon jetzt gibt es laut Schäfer erhebliche Probleme bei der Nachwuchsförderung: Die hessischen Bäcker verzeichnen bereits jetzt rund 100 Auszubildende weniger als noch im vergangenen Jahr.

Dieser Entwicklung soll vor allem mit effektiven Werbe-Kampagnen entgegengearbeitet werden, wie der Gießener Bäcker und Landesbeauftragte Bernd Braun in einem anschließenden Öffentlichkeitsbericht erklärte. Durch verschiedene Aktionen in Kindergärten und Grundschulen soll der Bäckerberuf bereits den Jüngsten schmackhaft gemacht werden. Bei älteren Kindern und Jugendlichen setzen die Bäcker vor allem auf das Internet, wo auf einer eigenen Homepage und in sozialen Netzwerken unter dem Motto „Back dir deine Zukunft“ um Nachwuchs geworben wird.

Schäfer sprach in seinem Vortrag später auch das Problem der drastisch sinkenden Betriebszahlen an, sowie die schwindenden Mitglieder in den Innungen. Um das Überleben der Berufsorganisation sicherzustellen, forderte Schäfer die Innungsmeister zu mehr Kooperationen und Fusionen der einzelnen Innungen auf.

von Giulia Coda

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