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Herabstufung nach zehn Jahren

CSL Behring Herabstufung nach zehn Jahren

Erneut wurden vor dem Gießener Arbeitsgericht zwei Fälle verhandelt, bei denen es um die Entgeltstruktur beim Pharmaunternehmen CSL Behring ging.

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Auch in dieser Woche wurden wieder zwei Fälle von Mitarbeitern des Pharmaunternehmens CSL Behring vor dem Arbeitsgericht verhandelt.

Quelle: Thorsten Richter

Gießen. Zehn Jahre lang hatte CSL einem medizinischen Dokumentationsassistenten die höchstmögliche Gehaltsgruppe zugestanden, doch zum Ende vergangenen Jahres wurde ihm mitgeteilt: Ab Januar gibt es statt „E 13“ nur noch „E 10“. Eine Rückgruppierung, die für den Mitarbeiter einen monatlichen Verlust von gut 1000 Euro bedeutete.

Der Dokumentationsassistent klagte gegen die schlechtere Einstufung und argumentierte, dass in den zurückliegenden Jahren die Art und Qualität seiner Tätigkeit, die mit der Gehaltsgruppe E 13 honoriert wurde, nie in Frage gestellt worden sei. Im Gegenteil: Mehrfach fanden Mitarbeitergespräche statt, Stellenbeschreibungen wurden aktualisiert, doch nie wurde in diesem Zusammenhang in Zweifel gezogen, dass der Kläger zu hoch eingruppiert war.

Anders sieht das die Geschäftsleitung. Anwalt Jörg Weigel, der CSL auch in diesem Fall vertritt, führte auch während des gestrigen Kammertermins aus, dass sich das Unternehmen strikt am Tarifvertrag orientiere.

In einem zweiten Fall klagte eine als Mediengestalterin bei CSL beschäftigte Mitarbeiterin gegen ihre Rückgruppierung. Seit Anfang des Jahres ergab sich für die Mitarbeiterin aufgrund ihrer Abstufung von „E 10“ auf „E 6“ eine monatliche Bruttodifferenz von 944 Euro. Zwar wird dieser Verlust aktuell durch eine Entgeltsicherung ausgeglichen, doch orientieren sich Bonus- und Weihnachtsgeldzahlungen an der neuen Eingruppierung.

In beiden Fällen, die knapp 20 Kolleginnen und Kollegen der beiden Kläger mitverfolgten, wird Richter Rainer Ratz am Dienstag, 17. Dezember, die Entscheidungen verkünden.

von Carsten Beckmann

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