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Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen

Interview Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen

Heizöl und umweltfreundlich, ein Widerspruch in sich? Nicht, wenn es Anteile aus nachwachsenden Rohstoffen enthält, sagt Uwe Segendorf von der MR Energie GmbH.

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Uwe Segendorf, einer von mehreren Geschäftsführern der MR Energie GmbH, erklärt im OP-Interview, was sich hinter dem Begriff „Bioheizöl“ versteckt.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. OP: Bio-Heizöl, das klingt erst einmal komisch. Wie setzt sich dieser alternative Brennstoff denn zusammen?

Uwe Segendorf: Bio-Heizöl besteht zu zehn Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Und zwar aus solchen nachwachsenden Rohstoffen, die nicht als Lebensmittel verwendet werden. Es ist also ein bisschen anders als beim Kraftstoff E10 für Autos.

OP: Kann der Brennstoff in jeder normalen Heizung verwendet werden oder muss ich vorher noch was umrüsten lassen?

Segendorf: Nein, man muss technisch nichts umrüsten. Das Bio-Heizöl kann wie jedes andere Heizöl auch, einfach in die Tanks gefüllt und in der Anlage verbrannt werden. Mehrjährige Testreihen an Hochschulen, Forschungslabors sowie in Feldanlagen haben das bestätigt.

OP: Und mal abgesehen davon dass es aus zehn Prozent nachwachsenden Rohstoffen ist, was kann Bio-Heizöl noch?

Segendorf: Es ist zunächst einmal schwefelfrei und emittiert bis zu sechs Prozent weniger Kohlendioxid. Auf einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3000 Litern gerechnet, können damit pro Haushalt fast 500 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr gespart werden – so viel wie ein Kleinwagen in einem halben Jahr ausstößt. Daneben hat ein vom TÜV durchgeführter Vergleichstest ergeben, dass es 80 Prozent weniger Ablagerungen in der Heizungsanlage verursacht. Und der dritte Punkt ist, dass der Kunde damit rund drei Prozent an Heizöl einsparen kann. Dafür ist das Bio-Heizöl allerdings pro Liter auch etwas teurer als das normale Heizöl.

OP: Gibt es durch den Bio-Anteil einen Wärmeverlust?

Segendorf: Nein. Die DIN für Heizöl gibt genau vor, wie viel Wärme aus einem Liter Heizöl gewonnen werden muss. Und auch das Bio-Heizöl unterliegt dieser Norm. Es darf also gar keinen Verlust geben.

von Katharina Kaufmann

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