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Hebamme und Kosmetikstudio unter einem Dach

Neueröffnung in Erksdorf Hebamme und Kosmetikstudio unter einem Dach

Im Stadtallendorfer Stadtteil Erksdorf eröffneten die Kosmetikerin Katrin Pfeiffer und die Hebamme Celina Henkel ihre gemeinsamen Geschäftsräume.

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Katrin Pfeiffer (links) und Celina Henkel kombinierten in Erksdorf mit ihrer Neueröffnung ein Kosmetik-Stübchen und eine Hebammenpraxis. 

Quelle: Klaus Böttcher

Erksdorf. Ein Kosmetikstübchen und eine Hebammenpraxis – wie passt denn das zusammen? Dass es geht, haben jetzt die beiden Erksdorfer Frauen, die schon sehr lange Zeit befreundet sind, bewiesen. Trotz eines Altersunterschiedes von 13 Jahren (24 und 37 Jahre) sind sie sehr gut befreundet, die Männer sind beide begeisterte­ Fußballer und auch befreundet. Beide Paare verleben auch Urlaube gemeinsam. Wenn man zusammen viel Zeit verbringt, dann kommen Ideen.

„Es war ursprünglich eine Schnapsidee, wir saßen zusammen und haben uns über unsere Zukunft Gedanken gemacht“, erzählt die Hebamme Celina Henkel. „Wir wollten uns beide selbstständig machen und unseren Beruf in eigenen Räumen ausüben“, ergänzt sie. So kam es, dass die beiden ernsthafter planten. „Dann ging alles ganz schnell. Am 8.8. letzten Jahres war Baubeginn und jetzt war ­Eröffnung“, erzählt Henkel.

Halbe Stelle kombiniert mit Freiberuflichkeit

Neben der Tür des neuen Hauses an Erksdorfs Ortsrand prangt ein Schild auf dem zu lesen ist: „Kosmetikstübchen Katrin Pfeiffer – Hebammenpraxis Celina Henkel“, garniert mit passenden Bildchen. Im Haus der beiden selbstständigen Frauen ist alles hell und freundlich. Helle hohe Räume laden zum Verweilen ein. Außer dem gemütlichen Eingangsbereich mit freundlicher Empfangsecke gibt es einen ­einladenden Wartebereich und eine Küche.

Jede der beiden Frauen hat dann ihren eigenen Bereich. Zur Hebammenpraxis zählen ein Behandlungsraum und ein Kursraum, der für acht Frauen gedacht ist. Der Kosmetikerin stehen ein Raum für die Fußpflege und ein Raum für Gesichtsbehandlung und Körperpflege zur Verfügung.

Die 24-jährige Celina Henkel­ hat in Marburg ihre Ausbildung zur Hebamme absolviert. Sie hat im Kreißsaal des Kreiskrankenhauses Alsfeld gearbeitet bis der geschlossen wurde. „Ich war auch schon gleich nach der Ausbildung in der Freiberuflichkeit“, erzählt sie.

Jetzt ist sie mit einer halben Stelle im Diakoniekrankenhaus in Wehrda angestellt: „Den Rest mache ich freiberuflich“, erzählt die Hebamme. Dazu zählt die Schwangerenvorsorge, die Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungskurse, aber auch Babymassage oder Besuche bei den Frauen zu Hause.

Männer sind die treuesten Kosmetik-Kunden

Celina Henkel ist Hebamme aus Überzeugung. „Ich möchte­ gerne Kinder zur Welt bringen, und in der Klinik gefällt es mir sehr gut. Es macht mich glücklich, wenn ich nach der Geburt in die Augen der Eltern schaue“, schwärmt sie von ihrem Beruf. Es gibt aber auch schlimme Momente, ergänzt sie, die aber nicht so oft vorkommen würden.

Kosmetikerin Katrin Pfeiffer hat ursprünglich Friseurin gelernt. Nachdem sie im Jahr 2000 die Ausbildung zur Kosmetikerin erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete sie elf Jahre lang in einem Stadtallendorfer Kosmetiksalon. Vor vier Jahren hat sie ihr erstes Kosmetikstübchen in Erksdorf eröffnet. „Ich habe ganz klein in einem Raum im Keller angefangen“, erzählt sie. Jetzt hat sie bedeutend mehr Platz. „Zu mir kommen auch viele­ Männer, das sind die treuesten Kunden, die kommen regelmäßig“, erzählt Katrin Pfeiffer.

von Klaus Böttcher

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