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"Hauptmann" ist im Zivilleben Chemiker

"Hauptmann" ist im Zivilleben Chemiker

Florian Peuckert aus der Burschenschaft Oberstadt ist gerade mal 29 Jahre alt und klettert auf der Grenzgangs-Karriereleiter stetig nach oben. Nun ist er Burschenhauptmann des Biedenkopfer Grenzgangs 2012.

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Florian Peuckert führt als Hauptmann die Burschen über die Grenze.Foto: Sophie Cyriax

Biedenkopf . Bereits als Achtjähriger war er in 1991 über die Grenze gegangen, in 1998 war er jüngster Jungbursche der Burschenschaft Oberstadt. In 2005 hatte er die älteste Burschenschaft Biedenkopfs als Erster Führer auf den Marktplatz geführt. „Das war ein absolut toller Grenzgang“, erzählt Florian Peuckert, der sich aus diesen Erfahrungen heraus auch dazu entschlossen hat, für das Amt des Burschenhauptmanns zu kandidieren. Die Figur des Burschenhauptmanns beim Biedenkopfer Grenzgang ist insofern besonders, als dass es den Burschenhauptmann schon länger gibt als den Männerhauptmann: Der Burschenhauptmann taucht erstmals in 1886 auf, der Männerhauptmann erst 1935.

Der Burschenhauptmann wird von den Burschenführern gewählt und leitet deren Versammlungen. Seine Aufgabe ist es, im Festzug nach dem Burschenoberst die Burschenschaften anzuführen.

Wenn der Burschenoberst aus dem Festzug ausgeschert ist, führt der Burschenhauptmann die Burschenschaften über die Grenze. „Es ist mir eine große Ehre, das höchste Burschenamt zu Fuß bekleiden zu dürfen“, sagt Florian Peuckert, der Chemie studiert hat, in Biochemie promoviert hat und mittlerweile bei der hessischen Umweltverwaltung beschäftigt ist.

Mit seinem Adjutanten Andy Bodenbender will er seine Erfahrungen aus dem vergangenen Grenzgang an die neuen Führer weitergeben und für den Zusammenhalt zwischen den „Vereinigten Burschenschaften“ und deren Führern sorgen. Sein Terminkalender ist in diesen Wochen prall gefüllt, ständig erreichen den Hauptmann und seinen Adjutanten neue Einladungen: „Es ist interessant, bei allen Gesellschaften reinschauen zu dürfen. Alle sind verschieden und irgendwie doch gleich“, sagt er.

von Sophie Cyriax

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