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Handwerkszeug für tägliche Arbeit

Zertifikatsübergabe Handwerkszeug für tägliche Arbeit

Sechs Wochen lang haben Referenten 52 ehrenamtliche Betreuer für ihre verantwortungsvolle Arbeit geschult.

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Für die Teilnehmer des Curriculums gab es im Biedenkopfer Amtsgericht Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen. Foto: Ingrid Lang

Biedenkopf . Im Sitzungssaal des Amtsgerichts in Biedenkopf erhielten die Teilnehmer des Hessischen Curriculums, das der Betreuungsverein Biedenkopf durchführte, ihre Zertifikate beziehungsweise ihre Teilnahmebescheinigung.

In der Zeit vom 30. August bis 11. Oktober hatte der Betreuungsverein unter Mitwirkung verschiedener Referenten den insgesamt 52 Teilnehmern eine solide Grundlage sowie umfassendes Wissen in den wesentlichen Aufgabenbereichen der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung im Bürgerhaus in Dautphe, vermittelt.

Dazu zählte die Einführung in das Betreuungsrecht, Demenz, die rechtlichen Grundlagen für Betreuungsangelegenheiten, Rechte und Pflichten des Betreuers gegenüber dem Betreuungsgericht, Sozialleistungen nach dem Sozialgesetzbuch, psychatrische Krankheitsbilder und die Rolle des Betreuers.

Diese kostenlose Fortbildung wird in Hessen einheitlich durchgeführt und endet mit der Zertifikatsübergabe an die zukünftigen ehrenamtlichen Betreuer.

Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte, der die Gäste und Teilnehmer des Curriculums begrüßte, zeigte sich erfreut, dass die Übergabe im Amtsgericht stattfand. Schulte betonte dass siebzig Prozent aller Betreuungen in Deutschland von ehrenamtlichen Personen ausgeübt würden.

Die Stadt könne aus finanziellen Gründen diese Leistungen nicht erbringen. Daher verdiene der ehrenamtliche Einsatz der Betreuer besondere Anerkennung.

Seit 1099 - also seit mehr als 900 Jahren - gibt es nun schon das Ehrenamt. Menschen die sich damals nicht für das Ehrenamt (Gemeinwohl) engagierten, habe man idiótes (Privatmensch) genannt, berichtete Schulte. In rechtlichen Grundlagen für die Betreuungsangelegenheiten könne man sich an den zuständigen Richter Dr. Jan-Christof Otto oder an Katja Honndorf, Diplom Rechtspflegerin die für die Rechte und Pflichten des Betreuers gegenüber dem Betreuungsgericht zuständig sei, wenden, betonte Schulte.

Beate Gerigk vom Betreuungsverein Biedenkopf dankte Schulte für die gute Kooperation zwischen dem Amtsgericht und der Betreuungsbehörde. An die Teilnehmer gewandt betonte Gerigk, dass sie mit dem Zertifikat auf dem neuesten rechtlichen Stand sowie auch der Krankheitsbilder seien.

Dr. Ingo Werner, Amtsarzt und Leiter des Fachbereichs Gesundheit dankte den Teilnehmern für die Absolvierung des Curriculums und zollte allen seine Anerkennung für das Ehrenamt.

Sein besonderer Dank galt Dieter Rossbach, der seit vielen Jahren als Verwaltungsleiter, Fachbereich Betreuungsbehörde, wirkt und der ebenfalls das Curriculum absolvierte.

„Sie übernehmen kein leichtes Amt, das immer Spaß und Freude bereitet, sie werden Höhen und Tiefen erleben aber trotzdem hoffen wir, dass sie die ehrenamtliche Betreuung zur Zufriedenheit der zu Betreuenden ausführen“, sagte Werner an die ehrenamtlichen Betreuer gerichtet. Gemeinsam mit Gerigk und Schulte überreichte Werner die Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen. Zertifikate erhielten: Nimet Akgül-Duru, Christiane Bartel, Claudia Bernhardt, Günter Bierl, Erla Blöcher, Martin Buchhorn, Cornelia Döllner, Peter Heinzel, Hildegard Henkel, Norbert Hof, Timo Lang, Carolin Lenz, Dieter Lichtenthäler, Berthold Lindauer, Verena Michel, Martina Müller-Ranft, Mario Piezuch, Klaus-Dieter Rossbach, Sylvia Strohschein, Michael Vacilotto, Annemarie Warchol, Marion Wege. Fehlende Module haben nachgeholt: Heike Achenbach, Beate Fuhr, Judith Krüger, Elke Rienhoff-Kühnl, Hannelore Schäfer. Teilnahmebescheinigung ging an: Dr. Manfred Bäcker, Hayriye Barak, Jürgen Becker, Friederike Berth, Karl Fett, Manfred Fleischer, Claudia Gießelmann, Cornelia Grebe, Christine Hainbach, Inge Hartmann, Iris Heinzmann, Ruth Kastner, Regina Lichtenthäler, Petra Lindauer, Hilde Meyer, Norbert Meyer, Marita Prätorius, Gertrud Sauer, Antje Schneider, Hans-Georg Schneider, Margit Seibel, Karl-Willi Sierek, Hilde Till-Hermann, Stefani Weis und Dorothee Wickel.

von Ingrid Lang

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