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Hinterland Handwerk startet voll Zuversicht in 2011
Landkreis Hinterland Handwerk startet voll Zuversicht in 2011
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20:04 02.12.2010
Ein Auszubildender arbeitet mit einem Schweißgerät. Das nordhessische Handwerk freut sich über einen Anstieg der Ausbildungsverhältnisse um fast fünf Prozent. Quelle: Archivfoto

Marburg. „2010 war für das Handwerk ein erstaunlich gutes Jahr“, lautete das Resümee des Jahres 2010 von Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, vor der 118. Vollversammlung. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei deutlich positiver ausgefallen, als vor einem Jahr noch erwartet. „Allem Anschein nach sind die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise, die sich 2009 auch auf das Handwerk negativ ausgewirkt haben, erst einmal überwunden“, ergänzte der Kammerpräsident.

Nach schwierigem Start habe die Handwerkskonjunktur im Lauf des Jahres immer mehr Fahrt aufgenommen und eine erfreulich gute Umsatzentwicklung nach sich gezogen. „Angesichts der starken gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind die Handwerksbetriebe zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung 2011 fortsetzen wird“, betonte Gringel. Für das nächste Jahr rechnet das Handwerk in Nord,- Ost- und Mittelhessen mit einem Umsatzwachstum von 1,5 bis 2 Prozent und einem leichten Beschäftigtenzuwachs von 0,5 Prozent.

Allerdings wachse vor allem vor dem Hintergrund der auslaufenden Konjunkturprogramme die Bedeutung der Förderung des Städtebaus und der energetischen Sanierung für das Handwerk, so Gringel weiter. „Auch wenn die Kürzung in beiden Bereichen nicht so stark ausfallen wird wie ursprünglich geplant, wird sich die Rückführung der Mittel auch im Handwerk bemerkbar machen“, erläuterte er.

In seiner Kritik bestätigt sieht sich das Handwerk bei den Ein-Euro-Jobs, habe jetzt doch auch der Bundesrechnungshof festgestellt, dass diese Beschäftigung keine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt darstelle, sondern reguläre Arbeitsverhältnisse verhindere. „Daraus kann eigentlich nur folgen, Ein-Euro-Jobs komplett abzuschaffen“, forderte der Kammerpräsident. Bei der sogenannten Bürgerarbeit sieht Gringel das gleiche Problem: Auch dort werde sich nicht die Vermittlungsfähigkeit der Arbeitslosen erhöhen, vielmehr entstünden geförderte Arbeitsplätze in Konkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt.

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