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Hallenbad kann modernisiert werden

Sanierung Hallenbad kann modernisiert werden

In den Sommermonaten Juni bis August soll die rund 195.500 Euro kostende Sanierung des Friedensdorfers Hallenbades vollzogen werden. Das Geld dafür hat der Verein seit Donnerstag beisammen.

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Schließungen wegen Technikausfalls sollen im Friedensdorfer Hallenbad nach dem Sommer der Vergangenheit angehören. Dann sollen solche maroden Teile wie der Wärmetauscher, auf den Vorstandsmitglied Ralf Grüßges zeigt, erneuert sein.

Quelle: Gianfranco Fain

Friedensdorf. Vor gut sechseinhalb Jahren ging die Trägerschaft des Hallenbades im Ortsteil Friedensdorf von der Gemeinde Dautphetal auf den damals gegründeten Verein über. Fast ebenso lang bemüht sich der Verein, in ein Förderprogramm aufgenommen zu werden, das es ihm ermöglichen würde, die Erneuerung der Technik zu bewerkstelligen.

Denn, die rund 50.500 Euro, die die rund 124 Vereinsmitglieder unter anderem mit ihrem Jahresbeitrag von 30 Euro  in all den Jahren angesammelt haben, reichen bei weitem nicht aus, um die Rohrleitungen, die Filteranlage und die Mess- und Regeltechnik zu erneuern. Um das Bad zukunftsfähig zu machen, ist nach der erfolgten Attraktivitätssteigerung im Inneren auch eine energetische Sanierung der rückwärtigen Fassade des Bürgerhauses, in dessen Untergeschoss das Hallenbad untergebracht ist, unverzichtbar. Einen Teil davon hat die Gemeinde, deren Anteil an der Sanierung  rund 80.000 Euro beträgt, schon geleistet.

Den Rest in Höhe von 60.000 Euro steuert das Land Hessen aus dem Topf des Sonder-Investitionsprogramms „Sanierung Hallenbäder“ bei. „Gut, dass das Programm gerade passt“, sagte am Donnerstagabend Christoph Schmidt, einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden des Vereins.

Die neue Technik und die Sanierung sollen helfen, die Kosten für Reparaturen und Energie zu senken. Gerade die Erneuerung der Technik ist dringender denn je. Allein in dieser Woche war das Bad wegen eines Ausfalls für drei Tage geschlossen. Das verärgert nicht nur die Nutzer und bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen, das macht sich auch in der Kasse bemerkbar. 

Ein Zustand, der gerade jetzt schwer wiegt, wo die Belegungszahlen der Schulen drastisch gesunken sind. Nicht nur, dass die Wallauer Kinder nach der Sanierung des Hallenbades Buchenau wieder dorthin fahren, auch die Breidenbacher haben Friedensdorf zugunsten von Eibelshausen den Rücken gekehrt. Insgesamt drei von vier Schulen haben die Friedensdorfer verloren.

Dabei sei das Friedensdorfer Bad gerade für Grundschul- und Kindergartenkinder geeignet, sagt Kerstin Weber. Die Wassertiefe reiche allemal aus, um schwimmen zu lernen und das Seepferdchen zu absolvieren. Nun will der Vorstand mit dem Ortsbeirat Möglichkeiten finden, um Kindergärten, Schulen und Gruppen verstärkt für das Friedensdorfer Bad zu begeistern.

Das kann jedoch erst erfolgen, nachdem die Technik erneuert ist. „Ihr Bad zeigt dieselben Probleme, die viele Bäder aus derselben Entstehungszeit haben“, sagte am Donnerstag Dr. Thomas Schäfer, als er den Bewilligungsbescheid aus der Landeshauptstadt Wiesbaden überbrachte. Damit wolle man die „Riesen-Power“ anerkennen, die die Mitglieder des Fördervereins in ihr Bad stecken. Der hessische Finanzminister hatte noch mehr Lob im Gepäck: Es sei schon äußerst bemerkenswert, dass durch ehrenamtlichen Einsatz in einer  Gemeinde wie Dautphetal sechs Bäder in Betrieb gehalten werden.

von Gianfranco Fain

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