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Gut 50 Klagen greifen Kündigungen an

Birfood GmbH & Co Gut 50 Klagen greifen Kündigungen an

Etwa 50 Klagen gegen betriebsbedingte Kündigungen der Birfood GmbH & Co. KG hatte das Marburger Arbeitsgericht am gestrigen Freitag zu bearbeiten.

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„Reinigung und Service auf höchstem Niveau“ verkündet das Firmenschild an der Birfood-Niederlassung in Kirchhain. Zum Monatsende wird der Betrieb dort stillgelegt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Gut 50 Akten stapeln sich am Freitagmittag auf dem Richtertisch von Arbeitsgerichtsdirketor Hans Gottlob Rühle. Fast 50 Kläger bevölkern die Zuschauerstühle. Die acht Rechtsanwälte, die die Kläger vertreten, verteilen sich auf die Klägerbank und die erste Reihe des Sitzungssaales.

Auf der Beklagtenseite hat eine Anwältin und der Vertreter der Geschäftsleitung Platz genommen. Als sich alle sortiert haben, geht es los. Es geht um betriebsbedingte Kündigungen. Die Birfood GmbH & Co. KG aus Lübeck schließt zum 31. Juli ihre Niederlassung in Kirchhain und hat in diesem Zuge alle 128 Mitarbeiter entlassen. Rund 50 der Kündigten klagten dagegen.

Sie sind es, die sich am Freitag im Arbeitsgericht versammeln. Neben Lohnnachzahlungen und Urlaubsvergütungen fordern sie Abfindungen für den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Es geht teilweise um viel Geld. „Sie können nicht ändern, dass sich Birfood zur Schließung der Niederlassung in Kirchhain entschieden hat und ich auch nicht“, erklärt Arbeitsgerichtsdirektor Rühle an die Kläger gewandt.

Das Lübecker Unternehmen hatte mit dem Auftrag von Ferrero seine Existenzgrundlage im Landkreis verloren. Die Betriebsstilllegung und die Entlassung der Mitarbeiter war die Folge. „Wir gehen davon aus, dass die Kündigungen sozial gerechtfertigt sind.

Bei der Agentur für Arbeit wurde bereits im Juni eine Massenentlassungsanzeige eingereicht, die auch genehmigt wurde“, erklärt die Rechtsanwältin des beklagten Unternehmens, Petra Dalhoff. Einen Betriebsübergang von dem vormaligen Reinigungsunternehmen zu Birfood bestreitet sie.

von Katharina Kaufmann

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