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Gründer träumte von eigener Schuhfabrik

Jubiläum Gründer träumte von eigener Schuhfabrik

Am Donnerstag vor 125 Jahren gründete Dietmar Steinmetz die Schuhhaus D. Steinmetz KG in Marburg. Mittlerweile wird das Unternehmen in vierter Generation geführt.

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Dirk Steinmetz betreibt das Marburger Schuhhaus Steinmetz bereits in der vierten Generation.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Es war am 1. April des Jahres 1885 als Dietmar Steinmetz sein eigenes Unternehmen gründete: die Schuhhaus D. Steinmetz KG mit Sitz in der Marburger Gutenbergstraße. Ziel von Dietmar Steinmetz war es damals eine eigene Schuhfabrik aufzubauen. „Durch die Weltkriege ist der Traum von meinem Urgroßvater allerdings im Sande verlaufen“, berichtet der heutige Inhaber des Geschäfts, Dirk Steinmetz. Dennoch habe es bis in die 1950er Jahre im Betrieb eine extra Schuhmacherabteilung gegeben, die Schuhe nach Maß anfertigte.

Im Jahr 1914 übernahm Justus Steinmetz den Betrieb von seinem Vater. „Während des Ersten Weltkriegs hat meine Oma das Geschäft geleitet, weil der Opa im Krieg war“, erklärt Dirk Steinmetz. Sein Vater Rolf hat die Schuhhaus D. Steinmetz KG schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg übernommen, nachdem Justus Steinmetz gestorben war. „Ich bin praktisch im Schuhgeschäft groß geworden“, erinnert sich Dirk Steinmetz. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und Handelsassistenten in Limburg, studierte in Marburg und Gießen im Anschluss Betriebswirtschaftslehre und übernahm 1998 das Geschäft vom Vater.

„In den vergangenen 125 Jahren hat sich der Betrieb sehr verändert“, schildert der heutige Inhaber die Entwicklung des Geschäfts. Früher sei der Laden relativ klein gewesen mit vielen Stufen und Treppen. Heute sei er größer und fast barrierefrei. „Das Haus wurde mehrmals umgebaut. Der größte Umbau fand in den 50er Jahren statt“, berichtet Steinmetz. Damals sei die Verkaufsfläche deutlich vergrößert worden. Um 1970 herum sei das Haus komplett neugestaltet worden, nachdem es zum teil abgebrannt war. „Das Geschäft blieb von dem Brand zwar verschont, wurde aber in den Umbau mit eingebunden“, erinnert sich Steinmetz.

von Katharina Kaufmann

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