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Hinterland Griechen fürchten um ihr Image
Landkreis Hinterland Griechen fürchten um ihr Image
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20:24 24.05.2010
Griechen haben derzeit in Deutschland mit Imageproblemen zu kämpfen. Kosta Ioannidis, griechischer Gastwirt in Marburg, nimmt die Sprüche der Gäste gelassen. Quelle: Tanja Hamer

Marburg. „Essen beim Griechen? Auf die bin ich im Moment gar nicht gut zu sprechen.“ So oder ähnlich reagiert dieser Tage manch einer auf die Frage, wohin es zum Abendessen gehen soll und meidet aufgrund der griechischen Pleite gar das Lieblingsrestaurant.
Der OP berichteten Griechen aus dem Landkreis, wie sie mit der Wirtschaftspleite in ihrem Heimatland jeden Tag konfrontiert werden.

„Die Pleite Griechenlands spielt für uns hier keine Rolle“, ist die erste Reaktion von Christos Vaios, Besitzer des Restaurants „Akropolis“ in Stadtallendorf. „Die Gäste sprechen uns schon darauf an“, räumt er dann jedoch ein. Auch wenn er im Moment noch keine Auswirkungen auf die Zahl der Besucher in seinem Restaurant zu spüren meint, sorgt Vaios sich um die Zukunft. Er habe „schon ein bisschen Angst“ vor negativen Folgen, so der Restaurantbesitzer.

Jannis Panagiotidis, Marburger Geschäftsinhaber im Ruhestand, sieht die Berichterstattung der Medien kritisch. „So großen Unfug wie in den letzten Monaten habe ich in den vergangenen 50 Jahren nicht gehört“, ereifert er sich. Besonders wütend ist der Grieche über einen Bericht in einem bekannten Nachrichtenmagazin, der Griechenland seiner Meinung nach in einem sehr schlechten Licht darstellte. „Das ging eindeutig unter die Gürtellinie“, beschwert sich der Geschäftsmann.

Kosta Ioannidis, Wirt des Restaurants „Thessaloniki“ in Marburg, hat dagegen nicht den Eindruck, dass die Stimmung gelitten hat. „Die Menschen können ja nichts dafür – nicht die in Griechenland und schon gar nicht wir in Deutschland“, sagt Ioannidis. Weniger Gäste habe sein Restaurant in den vergangenen Wochen nicht gehabt.
Allerdings müsse er sich schon den einen oder anderen Spruch zur griechischen Pleite gefallen lassen. „Aber das ist alles Spaß und die Leute meinen es nur lustig“, ist sich Ioannidis sicher.

von Tanja Hamer

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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