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Hinterland Grenzsteine, geortet, gerichtet, geputzt
Landkreis Hinterland Grenzsteine, geortet, gerichtet, geputzt
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15:05 11.05.2012
Im Beisein von Jürgen Daum und Uwe Haas vom Amt für Bodenmanagement Marburg (von rechts) wird dieser historische Grenzstein „Eckebergsroth“ an der Grenze zwischen dem Bad Endbacher Ortsteil Hartenrod und dem Siegbacher Ortsteil Oberndorf von den Grenzstei
Bad Endbach

Seit mehreren Wochen ist Jürgen Daum mit den Grenzsteinpaten bemüht, den historischen Grenzzug, der am Dreimärker nördlich von Dietzhölztal-Mandeln beginnt und nahe der Gellenbachmühle zwischen Bischoffen und Mittenaar-Offenbach endet, zu lokalisieren, gegebenenfalls zu richten oder auch zu sanieren.

Dieser Grenzzug wurde erstmals 1668 markiert und trennt die damaligen Territorien von Hessen und Nassau. Etwa 140 dieser Grenzsteine, die zum Teil noch aus 1668 stammen oder mittlerweile ersetzt sind, wurden jetzt mit digitaler Technik dokumentiert.

Wie Jürgen Daum berichtete, war seit dem ausgehenden Mittelalter dieser Grenzbereich mit einigen Abweichungen als Hoheits- und Landesgrenze anzusehen. Eine Grenzbeschreibung mit Abmarkung im Jahre 1668 schaffte im Grenzgebiet Nassau/Hessen endgültige Verhältnisse. Die Grenze trennte die Grafschaft Nassau beziehungsweise das spätere Fürstentum Nassau-Dillenburg, das wiederum in das Fürstentum Oranien-Nassau überging, gegen die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und seit dem Jahre 1815 das Herzogtum Nassau gegen das Großherzogtum Hessen-Darmstadt ab. Im Jahre 1866 wurde diese Markierung Kreisgrenze, da sowohl Nassau als auch der Kreis Biedenkopf, das sogenannte Hessische Hinterland, an Preußen gingen. Bei der jüngsten hessischen Gebietsreform verwandelten sich einige der alten Vorgaben in Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen. Die Kreisgrenze ist jedoch geblieben: zwischen den Kreisen Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf.

Diese historischen Grenzsteine, so Daum, sind Kleindenkmäler und werden in einem Denkmalbuch erfasst. Deshalb sei es aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen geboten, diese steinernen Zeugen der Vergangenheit besonders zu schützen. Hierzu ist sowohl eine möglichst vollständige Erfassung als auch eine fachgerechte Dokumentation in den Denkmaltopographien des Landes Hessen erforderlich.

Im Bereich dieser historischen Grenze, die die Großgemeinden Bad Endbach und Siegbach tangiert, wurde Daum von den Grenzsteinpaten Edgar Achenbach, Karl-Otto-Bamberger und Reimar Debus unterstützt, die diese Steine bereits gesichtet und zum Teil frei geschnitten oder auch grobe Mängel behoben hatten. Daum bedankte sich für deren besonderes Engagement, die in Verbindung mit ihrem hervorragenden Kenntnisstand eine solche Arbeit an den historischen Grenzsteinen ermöglichen.

Zahlreiche dieser Steine seien bei dem Orkan „Kyrill“ vor Jahren zerstört oder umgeworfen worden und müssten jetzt gerichtet, saniert beziehungsweise auch durch neue ersetzt werden. Aus diesem Grund, so teilte Daum mit, stehe er in Verhandlung mit den Bürgermeistern der Kommunen, die einen Teil der Kosten für das Setzen der neuen Grenzsteine tragen müssten.

von Klaus Peter

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