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Greifvogel attackiert Radfahrer

Friebertshausen Greifvogel attackiert Radfahrer

In der Gemarkung Friebertshausen attackiert seit ein paar Tagen ein Bussard Jogger. Auch Radfahrer, die auf der Kreisstraße 66 unterwegs sind, werden von dem Greifvogel angegriffen.

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Bussarde verteidigen ihren Nachwuchs gegen jeden potentiellen Angreifer. In Friebertshausen sind deshalb zurzeit Jogger und Radfahrer in Gefahr.

Quelle: Picasa 2.7

Friebertshausen. Ortsvorsteher Hartmut Möller berichtete am Montag vergangener Woche über die Attacke eines Bussards auf einen Radfahrer. Auch er selbst hat beim Radfahren den Greifvogel beobachtet, der im rasanten Tiefflug offenbar das Gebiet rund um seinen Horst verteidigt und dabei auch nicht vor Menschen Halt macht. Im Laufe der Woche berichteten der OP-Redaktion in Gladenbach auch Jogger über Scheinangriffe des Bussards.

Die jüngste Attacke wurde am Sonntag gemeldet. Auch diesmal war ein Radfahrer auf der Kreisstraße betroffen. Er war aus Richtung Allna kommend mit dem Rennrad unterwegs, als ihm etwas heftig gegen den Helm schlug. Dann sah er einen Vogel davonfliegen. Ohne Helm wäre die Attacke wohl nicht ohne Folgen geblieben, vermutet der junge Mann aus Kehna.

Bussarde haben einen ausgeprägten Schutzinstinkt. Wer ihrem Nachwuchs zu nahe kommt, der muss sich vorsehen. Es kommt immer wieder vor, dass Spaziergänger, Jogger und Radfahrer von gestressten Greifvögel-Eltern angegriffen werden. Meist handele es sich um Scheinattacken, weiß Karl Leinbach, Vorsitzender der Jägervereinigung Hinterland. Die lautlos anfliegenden Vögel scheuen auch nicht den Körperkontakt und setzen dabei Krallen und Schnabel ein. Kleine Wunden sind keine Seltenheit. Leinbach wertet das Verhalten der Greifvögel als durchaus natürlich. Sich schnell bewegende Jogger und Radfahrer würden als potenzielle Feinde gewertet und attackiert. „Wir sollten uns über das Verhalten der Bussarde nicht wundern, sondern darüber nachdenken, wie viel Natur und Rückzugsfläche wir ihnen genommen haben“, sagt er.

von Hartmut Berge

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

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