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Blitzer sind ein Zuschussgeschäft

Haushalt Gladenbach Blitzer sind ein Zuschussgeschäft

Am Donnerstagabend brachte Gladenbachs Kämmerer Peter Kremer den
Haushaltsplan 2018 in der Stadtverordnetenversammlung ein. Er schließt mit einem Überschuss von 73.125 Euro ab.

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Zur Verkehrsüberwachung schießt die Stadt Gladenbach rund 50.000 Euro zu. Archivfoto: Silke Pfeifer-Sternke

Quelle: Zur Verkehrsüberwachung schießt die Stadt Gladenbach rund 50.000 Euro zu. Archivfoto: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Der Haushaltsplan 2018 der Stadt Gladenbach hat 343 Seiten und wiegt 943 Gramm, und er wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr wird Gladenbach voraussichtlich aus dem Schutzschirm des Landes Hessen entlassen. Die Maxime für die Aufstellung des 
Haushaltsplans 2018 lautete also, einen ausgeglichenes Zahlenwerk vorzuweisen.

Dies ist der Verwaltung gelungen, mehr noch: Die Stadt Gladenbach weist in ihrem Haushaltsplan 2018 einen Überschuss von 73.125 Euro aus. Allerdings verringerte sich der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um rund 137.000 Euro. Die Hebesätze bleiben unverändert. Die Gewerbesteuer liegt bei 400 Prozentpunkten, die Grundsteuer A bei 350 und die Grundsteuer B bei 475.

Die Kassenkredite wurden abgesenkt von 9 Millionen auf 7,5 Millionen Euro. Für die darauffolgenden Jahre steht für Gladenbach die Übernahme der Kassenkredite durch die Hessenkasse in Aussicht. Die daraus resultierenden Erträge scheinen aber wie ein Tropfen auf den heißen Stein zu verpuffen, denn acht Jahre lang muss die Stadt nun jeweils zusätzlich 310.000 Euro aufbringen. Zudem stehen wichtige Investitionen stehen an.

Investitionen in Feuerwehren im Blick

In den evangelischen Kindergarten in der Kernstadt muss investiert werden, damit dort zwei neue Gruppen installiert werden können. Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) rechnet mit einer Investition von 750.000 Euro und mit jährlichen Folgekosten von 250.000 Euro. Auch für zwei Kindergartengruppen in Erdhausen fallen Folgekosten in Höhe von 250.000 Euro an. In die Kindergärten fließt 2018 ein Zuschuss von 2,16 Millionen Euro.

Zudem hat der Bürgermeister die Investitionen in die Feuerwehren im Stadtgebiet im Blick: 30 Jahre alte Fahrzeuge müssen ersetzt werden, Abteilungen fusionieren, um die Tagesalarmbereitschaft zu erhalten, und die Löschversorgung in der Kernstadt und ihren Stadtteilen muss sichergestellt werden. Im Haushaltsplan 2018 sind deshalb rund 400.000 Euro für den Brandschutz vorgesehen.

Ein Plus gegenüber dem Vorjahr plant der Kämmerer bei der Kreisumlage (5,82 Millionen Euro), Schulumlage (3,66 Millionen Euro) und Gewerbesteuerumlage (641.000 Euro) ein. Die Aufwendungen erhöhen sich gegenüber dem Vorjahr um 750.000 Euro.

Stadtwald bringt kleines Plus ein

Die Verkehrsüberwachung mit stationären und mobilen Blitzern sowie die Überwachung der Parkflächen sind als Zuschuss etatisiert. 125.000 Euro an Erträgen aus Bußgeldern und Verwarnungen stehen Aufwendungen von rund 175.000 Euro gegenüber. Somit schießt die Stadt Gladenbach rund 50.000 Euro zu. Geld nimmt die Stadt Gladenbach auch für die Jugendarbeit in die Hand: rund 150.000 Euro. In die Spiel- und Bolzplätze investiert die Stadt nochmals rund 124.000 Euro und in das Jugendzentrum
 O-Läg rund 24.000 Euro.

Für die Unterhaltung der Straßen im Stadtgebiet sind im Haushaltsplan 1,08 Millionen Euro vorgesehen. Darunter fallen unter anderem auch Materialkosten, Unterhaltungskosten sowie die Straßenbeleuchtung.

Der Stadtwald spült wiederum ein kleines Plus von rund 37.000 Euro in den Haushalt. Als Einnahmen aus dem Verkauf von Holz hat der Kämmerer rund 290.000 Euro eingeplant.

Der Interkommunale Gewerbepark Salzbödetal ist auch ein Zuschussgeschäft (rund 270.000 Euro), ebenso wie die Bürgerhäuser (380.500 Euro). Ein großer Brocken bleibt der Eigenbetrieb SEB, der die Stadt 1,5 Millionen Euro kostet, aber nur Erträge von 150.000 Euro erwirtschaftet. Auch der Zuschuss für den Kunstrasenplatz in Weidenhausen schlägt 2018 mit 40.000 Euro zu Buche.

von Silke Pfeifer-Sternke

Für die darauffolgenden Jahre steht für Gladenbach die Übernahme der Kassenkredite durch die Hessenkasse in Aussicht. Die daraus resultierenden Erträge scheinen aber wie ein Tropfen auf den heißen Stein zu verpuffen, denn acht Jahre lang muss die Stadt nun jeweils zusätzlich 310 000 Euro aufbringen. Zudem stehen wichtige Investitionen stehen an.

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