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Sinkershäuser legen selbst Hand an

Bürgerhaus Sinkershäuser legen selbst Hand an

Mit viel Eigenleistung der Bürger sowie Geld aus dem Budget des Ortsbeirats und einem kleinen Zuschuss der Stadt soll der Unterstand am Bürgerhaus in Sinkershausen 
nun verwirklicht werden.

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An das Kühlhaus soll eine Holzkonstruktion angebaut werden, um die Attraktivität des Bürgerhauses zu steigern.

Quelle: Peter Piplies

Sinkershausen. Der ursprüngliche Plan musste fallengelassen werden, doch das Projekt als solches läuft. Wie Ortsvorsteher Klaus Bartnik in der jüngsten Sitzung des Gremiums berichtete, gab das Gladenbacher Parlament sein Okay für den Bau eines Unterstands am Sinkershäuser Bürgerhaus und genehmigte auf Antrag der SPD-Fraktion auf einen städtischen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro.

Ursprünglich hatte der Ortsbeirat einen frei stehenden Pavillon am Bürgerhaus geplant. Mit der Holzkonstruktion sollte die Attraktivität des Bürgerhauses gesteigert werden. In dem Pavillon sollte bei Veranstaltungen der Grill aufgebaut werden: Außerdem hätte dieser bei Regen als Unterstand für Raucher dienen können. Allerdings scheiterte die Umsetzung am Geld, der Zuschuss der Stadt wäre zu hoch ausgefallen.

Deshalb hatten die drei Ortsvertreter einen preiswerteren Vorschlag ausgearbeitet und diesen im Juli an den Magistrat weitergereicht. Das neue Konzept sieht den direkten Anbau einer einfachen Holzkonstruktion am Kühlhaus vor, das direkt an das Bürgerhaus grenzt. Der Anbau soll an das fünf Meter breite Kühlhaus angepasst und drei Meter lang werden. Die Tragkonstruktion besteht aus sechs Holzpfosten und soll auf kleinen Betonfundamenten ruhen.

Stadt Gladenbach gibt 1000 Euro dazu

Die Kosten für das Material­ und die Dacheindeckung betragen nach der Kalkulation des Ortsbeirats rund 4500 Euro. Die Montage und den Aufbau will der Ortsbeirat mit Helfern aus dem Dorf unter Anleitung eines Zimmerermeisters vornehmen.

Die Stadt Gladenbach stellt nun 1000 Euro zur Verfügung, der Ortsbeirat steuert 3500 Euro aus seinen Verfügungsmitteln bei. Jeder Ortsbeirat bekommt jährlich von der Kommune ­einen Geldbetrag. Dessen Höhe hängt von der Größe des Stadtteils ab: Pro Einwohner gibt es 1,25 Euro, hinzu kommt ein ­Sockelbetrag von 250 Euro.

Mit dem Anbau müssen sich die Sinkershäuser allerdings noch etwas gedulden. Denn der Zuschuss der Stadt wird erst im Haushalt 2018 bereitstehen – und dieser muss erst noch erstellt und genehmigt werden. Außerdem werden für den hölzernen Anbau eine Baugenehmigung sowie ein Standsicherheitsnachweis benötigt. Dies werde sich aber nicht als großes Hindernis erweisen, ist sich Bartnik sicher. Die Sinkershäuser wollen den Baugrund selbst einebnen, die Löcher für die Betonfundamente ausschachten, den Beton abholen, das Fundament erstellen und die Holzkonstruktion aufbauen.

von Peter Piplies

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