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Geplatzte Hauskäufe enden mit Verfahrenseinstellung

Biedenkopf Geplatzte Hauskäufe enden mit Verfahrenseinstellung

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft endete das Strafverfahren wegen Betrugs und Sachbeschädigung gegen einen 65-jährigen Restaurator mit einer Einstellung.

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Archivfoto

Biedenkopf. Vor dem Amtsgericht musste sich am Donnerstag ein 65-jähriger Mann wegen Betrugs und Sachbeschädigung verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte dem Angeklagten zur Last, dass dieser sich Vermögensvorteile durch Vorspiegelung falscher Tatsachen verschaffen wollte, indem er am 22. April 2005 einen Kaufvertrag für den Erwerb eines Hauses in Steinperf für 30 000 Euro, zahlbar zum 31. Mai 2005, abschloss, obwohl er im März 2003 vor dem Amtsgericht Dortmund eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte und nicht zahlungsfähig war.

Vom Eigentümer seien Schlüssel zum Zweck der Entrümpelung und baulichen Veränderungen übergeben worden. Da der Kaufpreis trotz Anmahnung nicht gezahlt wurde, sei der Hauseigentümer vom Vertrag zurückgetreten. Dennoch habe der Angeklagte das Haus bewohnt, bis es zu einem Räumungsklageprozess im Jahr 2006 kam, bei dem der Angeklagte 21 218,22 Euro für Sanierung und Renovierung geltend gemacht habe.
Im zweiten Fall habe der Angeklagte im Oktober 2007 ein Haus in Eckelshausen im Mietkauf für 72 000 Euro erwerben wollen. Diese Summe sollte innerhalb von zehn Jahren in monatlichen Raten zu 600 Euro abgetragen werden. Auch in diesem Fall habe der Angeklagte Schlüssel erhalten, diesmal um sich über eventuelle Sanierungsarbeiten zu informieren. Die Ausführung von Renovierungsarbeiten sei untersagt worden. Dennoch habe der Angeklagte Decken, Wände und sanitäre Einrichtungen im Gegenwert von 30 000 Euro zerstört.

Auf Befragen von Richter Mirko Schulte erwiderte der Angeklagte, dass ihm im ersten Fall das Kreditinstitut den Geldhahn „zugedreht“ habe. Zudem sei sein Antiquitätengeschäft nicht gelaufen. Er habe dem Eigentümer daraufhin telefonisch angeboten, die Kaufsumme in sechs Raten zu zahlen. Über seinen Anwalt habe er um schriftliche Fixierung gebeten, um die Kaufsumme innerhalb von drei Jahren mit jährlich 7 500 Euro und 250 Euro monatlicher Miete abzuzahlen. Darauf habe sich der Hauseigentümer nicht geäußert.
Auf Befragen von Richter Schulte über seine finanziellen Verhältnisse und wie er sich die Abwicklung des Kaufvertrages gedacht habe, teilte der Angeklagte mit, dass seine Bank trotz des ausgeschöpften Dispokredites ihm 7 500 Euro zur Verfügung stellten wollte.

von Helga Peter

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