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Hinterland Gemeinschaftshaus: Rodenhäuser äußern Unmut
Landkreis Hinterland Gemeinschaftshaus: Rodenhäuser äußern Unmut
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18:09 06.04.2014
Auch das Dorfgemeinschaftshaus in Rodenhausen ist von der Schließung bedroht. Quelle: Archivfoto
Rodenhausen

von Anita Ruprecht

Rodenhausen. Dem Ortsbeirat und rund 20 Gästen stellte Hermann Schorge (SPD) seinen und Hans-Wilhelm Kischs (BfB) Entwurf für die Übernahme von Dorfgemeinschaftshäusern (DGH) der Großgemeinde Lohra durch Ortsgemeinschaften vor. Grundgedanke ist die Gründung eines Vereins oder einer Genossenschaft durch die Dorfgemeinschaft, der Eigen­tümer des DGHs wird (die OP berichtete).

Ein übernehmender Verein müsse in den kleinen Lohraer Ortsteilen 80 bis 100 Mitglieder haben, um das Gebäude kaufen, bewirtschaften und erhalten zu können, sagte Schorge. Er wolle mit Ortsbeiratskollegen in seinem Heimatort Rollshausen von Haus zu Haus gehen und für die Gründung eines solchen Vereins werben. Wenn sich dann nicht rund 100 Leute zum Mitmachen fänden, könne er in der Gemeindevertretung guten Gewissens sagen, dass innerhalb der Dorfgemeinschaft kein Interesse am Erhalt des DGHs bestehe.

Einen solchen Verein könne die Dorfgemeinschaft Rodenhausen nicht leisten, sagte Ortsvorsteher Heinz Werner Kraft. Die Dorfgemeinschaft pflegt die Außenanlage des DGHs und er könne sich vorstellen, dass die Rodenhäuser eventuell zusätzliche Hausmeisterdienste übernommen werden könnten.

Wenn das DGH Rodenhausen geschlossen werde, müssten aus Gründen der Gleichbehandlung alle Dorfgemeinschaftshäuser der Großgemeinde und allen voran das Bürgerhaus der Kerngemeinde geschlossen werden, war ein Standpunkt aus den Reihen der Gäste. Es ginge nicht an, dass man die Infrastruktur der kleinen Dörfer am Rande der Großgemeinde zerstöre und so den Ort noch unattraktiver als Wohnort mache, so die Meinung einiger Gäste.

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr warfen ein, dass Schulungsraum und Feuerwehrgarage sowie das Büro des Ortsvorstehers gemeindliche Einrichtungen seien, für die die Gemeinde Ersatz schaffen oder Miete zahlen müsse.

Über diese Dinge könne im kleinen Kreis mit Vertretern der Feuerwehr und des Ortsbeirats gesprochen und Pläne gemacht werden, bot Bürgermeister Georg Gaul an. Zuvor hatte er erklärt, dass der Unterhalt von Dorfgemeinschaftshäusern eine freiwillige Leistung der Kommunen ist, die diese sich bei stark defizitären Haushalten nicht mehr leisten könnten. Fakt sei, dass man in Deutschland seit den 1970er Jahren über die Verhältnisse lebe und jetzt Entscheidungen anstünden, um die Defizite abzubauen. In den nächsten Jahren werde die Kommunalaufsicht verlangen, dass wenig genutzte DGHs geschlossen und verkauft werden, prognostizierte Gaul.

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