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Gemeinsam gegen die Folgen der Krise

Widerstandsbündnis Gemeinsam gegen die Folgen der Krise

Am Samstag fand auf Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) das erste öffentliche Treffen des Widerstandsbündnisses Marburg statt.

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Zahlreiche Zuhörer trotzten am Samstag der Kälte und dem Schnee und hörten sich die Statements der Mitglieder des Marburger Widerstandsbündnisses an.

Quelle: Sofia Papadopoulou

Marburg. Unter dem Motto „Lokalen Widerstand organisieren – Alternativen entwickeln“ trat das Marburger Widerstandsbündnis am Samstag erstmals an die Öffentlichkeit. Das Bündnis hatte sich als Reaktion auf die Wirtschaftskrise im Herbst 2009 gegründet. Viele Marburger teilten laut DGB die Sorge, die Krise werde zur weiteren Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums genutzt. Dies solle den Druck auf Beschäftigte, Studierende und Erwerbslose erhöhen und werde dabei immer mehr Menschen in die Armut drängen.

Um einen Austausch mit den Bürgern herzustellen, wurden auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz Statements zu unterschiedlichen Themen verlesen. Unter anderem wurden die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von studentischen Hilfskräften, die Gesundheitsinitiative, Probleme in der Pflege, Mindeststandards im Gesundheitswesen, Erwerbslosigkeit sowie Bleiberecht und Migration angesprochen. Anschließend fanden sich die Zuhörer mit den sechs Referenten an Stehtischen in kleinen Gruppen zusammen und tauschten sich zu den unterschiedlichen Themen aus.

„Wir wollten durch dieses Vorgehen die Passanten anregen, von ihren Erfahrungen, aber auch von ihren Problemen zu erzählen. Die Beschäftigten sollen aus der Ohnmacht herauskommen, nichts gegen ihre Situation unternehmen zu können und sehen, dass sie nicht alleine sind“, erklärte Hanno Bruchmann, Student der Politikwissenschaften, und Mitglied im Widerstandsbündnis. Die Krise verursache bei vielen Beschäftigten aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen harte Einschnitte und Konsequenzen. Die Betroffenheit verschiedener Gruppen spiegelte sich auch in der Zusammensetzung der Referenten wider. Zwei Ärzte, ein Betriebsratsvorsitzender, ein arbeitsloser Sozialarbeiter und eine Studentin gaben ihr Statement ab und diskutierten mit den Zuhörern.

Das Bündnis hofft durch diese Aktion, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und neue Mitglieder zu gewinnen, um als Gemeinschaft handeln zu können. Ziel sei es, den Protest aus den verschiedenen Bereichen zusammenzuführen und Perspektiven eines gemeinsamen Widerstandes zu entwickeln, so die Organisatoren des „Ratschlags“.
Das nächste offene Treffen des Marburger Widerstandsbündnisses findet am Montag, 1. Februar, um 19 Uhr im DGB-Haus in der Bahnhofstraße in Marburg statt.

von Sofia Papadopoulou

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