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Gemeindevertreter machen 43000 Euro locker

Verwaltungsoptimierung Gemeindevertreter machen 43000 Euro locker

Nicht nur die Arbeitsabläufe in der Verwaltung sollten optimiert werden, kritisierten die Steffenberger Gemeindevertreter

Niedereisenhausen. Externe Berater sind im Steffenberger Rathaus damit beschäftigt, die Arbeitsabläufe in der Verwaltung zu optimieren. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung ging es darum, für diese Beratertätigkeiten überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 43000 Euro bereitzustellen.

Der Erste Beigeordnete Holger Klau verlas in Vertretung eine Erklärung des Bürgermeisters Peter Pfingst zu diesem Projekt, das während der nächsten Gemeindevertretersitzung genau vorgestellt werden soll. Die Optimierung der Arbeitsabläufe sei bei den Mitarbeitern in der Verwaltung sehr gut angekommen und habe bereits zu Verbesserungen in den Verwaltungsarbeit geführt. Durch einen Vorstandsbeschluss sei der Umfang erweitert worden, was auch zu einer deutlichen Kostensteigerung geführt habe.

Einig waren sich die Parlamentarier aller drei Fraktionen darüber, dass solche außerplanmäßigen Ausgaben nicht erst dann der Gemeindevertretung vorgelegt werden sollten, wenn diese bereits im Gange seien. Auch der Haupt- und Finanzausschuss sah sich aufgrund der fehlenden Informationen nicht in der Lage, eine Beschlussempfehlung abzugeben.

Horst Rögner von der Bürgerliste warf die Frage auf, ob ein externer Berater, der so viel Geld koste, für die Gemeinde so wichtig sei. Parteikollege Roland Fritsch bemerkte, dass der Vorstand die Erweiterung der Beratertätigkeit beschloss, als Bürgermeister Peter Pfingst krank war.

Selbstverständlich sollten solche Projekte rechtzeitig den Parlamentariern zur Abstimmung vorgelegt werden. Gleichwohl gäbe es im Moment keine Alternative, dieses noch abzulehnen, da die Tätigkeiten im vollen Gange seien.

Detlef Ruffert (SPD) betonte, dass seine Fraktion sehr viel Interesse daran habe, dass das Projekt durchgezogen werde, dennoch würden ausreichende Informationen fehlen. Auch Karen Trautvetter-Noppes monierte ebenso wie ein CDU-Vertreter den fehlenden Informationsfluss.

Mit 12 Ja-Stimmen bei 4 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen stellt das Parlament das benötigte Geld bereit.

Einstimmig votierten die Steffenberger für die flächendeckende Breitbandversorgung im Landkreis Marburg-Biedenkopf und beschlossen, der noch zu gründenden Breitband Marburg-Biedenkopf GmbH beizutreten.

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von Klaus Peter

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