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Feuerwehr bekommt neue Fahrzeuge

Gemeindevertretung Feuerwehr bekommt neue Fahrzeuge

Die Löschwasserversorgung für den Windpark Hilsberg ist nicht ausreichend gesichert. Deshalb muss die Gemeinde Geld für ein neues Feuerwehrfahrzeug nachlegen.

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Der Fuhrpark der Feuerwehren der Gemeinde Bad Endbach bekommt Verstärkung: In Wommelshausen soll ein neues Transportfahrzeug stationiert werden, die Feuerwehr Günterod bekommt einen Mannschaftstransportwagen.

Quelle: Edgar Meistrell

Bad Endbach. Einstimmig ­genehmigte die Gemeindevertretung zwei außerplanmäßige­ Ausgaben für die Feuerwehr. 150.000 Euro sind für ein neues Tragkraftspritzen-Fahrzeug Logistik (TSF-L) vorgesehen, das in Wommelshausen stationiert werden soll. 55.000 Euro sind für einen Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Feuerwehr Günterod eingeplant.

Anfang September hatte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU) den Bewilligungsbescheid für das neue Löschfahrzeug (LF 10) der Feuerwehr Bottenhorn übergeben. 72.000 Euro steuert das Land dazu bei. Während dieses Termins hatten Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Gemeindebrandinspektor Frank Heck darauf hingewiesen, dass die Löschwasserversorgung für den Windpark Hilsberg nicht ausreichend gesichert ist – so wie es laut Baugenehmigung sein müsste.

Deshalb muss die Gemeinde­ nun mit einem TSF-Logistik nachrüsten. Dies stellt nach Auskunft von Bürgermeister­ Markus Schäfer (CDU) eine sinnvolle Ergänzung der Fahrzeugflotte der Feuerwehren der Gemeinde dar.

Bei dem TSF-Logistik handelt es sich um ein Transportfahrzeug, auf das Rollcontainer verladen werden. „Damit können ausreichend Schläuche an den Hilsberg gebracht werden, um aus Bottenhorn, Holzhausen oder Steinperf heraus sowie von der vorhandenen Zisterne die Löschwasserversorgung gemäß der Auflage sicherzustellen“, erklärte Schäfer. Der Vorteil: Das Fahrzeug ist günstiger als ein großes Löschfahrzeug und auch für andere Einsatzlagen geeignet.

Fünf Wehren begegnen 
sich auf Augenhöhe

Bei Hochwasser oder Sturm können damit Sandsäcke, Tauchpumpen und Motorsägen transportiert werden. Für den „Erstangriff“ an den Windrädern auf dem Hilsberg sei das in Bottenhorn stationierte Löschfahrzeug ausreichend, erklärte der Bürgermeister.

„In Günterod haben wir die hervorragende Situation mit 24 aktiven Einsatzkräften und ­einem guten Ausbildungsstand“, sagte Schäfer. Das dort stationierte Fahrzeug bietet allerdings nur sechs Aktiven Platz. „Das ist für eine Einsatzlage nicht wirklich zielführend“, sagte der Bürgermeister. Denn immerhin verfüge die Feuerwehr auch über acht Atemschutzgeräteträger. Deshalb werden derzeit weitere Einsatzkräfte mit privaten Pkw zum Einsatzort gebracht.

Der neue MTW kann laut Schäfer neben der Fahrzeughalle in Günterod stehen. Es wird mit einer portablen Digitalfunkeinheit ausgestattet. Diese muss aufgrund von Vorschriften im Gerätehaus untergebracht werden. Im Einsatzfall nimmt der Fahrer die Funkeinheit dann mit ins Auto.

Mit Blick auf das Brandschutzkonzept der Gemeinde kündigte der Bürgermeister Veränderungen an. Auch in den Standorten Bottenhorn, Günterod und Wommelshausen sollen künftig jeweils zwei Fahrzeuge stehen. In Bad Endbach und Hartenrod soll im Gegenzug jeweils ein Fahrzeug zurückgenommen werden. „Wir haben fünf Wehren, die sich auf Augenhöhe begegnen – sowohl was die Ausbildung als auch die Stärke betrifft“, sagte Schäfer.

von Michael Tietz

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