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Geldstrafe nach Arbeitsunfall an der Stanze

Urteil Geldstrafe nach Arbeitsunfall an der Stanze

Geschäftsführer und Technischer Leiter eines Dautphetaler Betriebes wurden am Mittwoch vor dem Amtsgericht Biedenkopf wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.

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Biedenkopf. Nach drei Verhandlungstagen stand für Richter Mirko Schulte fest, dass die Angeklagten für die Manipulation einer Stanze verantwortlich waren, mit der ein Auftrag abgewickelt wurde. Am 15. April 2008 verlor ein damals 17-jähriger Schüler-Praktikant an dieser Maschine, die von Zweihandschaltung auf Fußschaltung umgestellt war, zweieinhalb Finger. Der Geschäftsführer wurde zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen à 90 Euro und der Technische Leiter zu einer Verwarnung unter Strafvorbehalt mit einer Bewährungszeit von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Technische Leiter das Werkstück ohne Sicherheitsvorkehrung mit dem Wissen des Geschäftsführers in die Unfallstanze eingerichtet hatte. Um große Teile fertigen zu können, wurde der Hub an der Stanze auf 60 Millimetern eingestellt, erlaubt sind 6 Millimeter, um ein Hineingreifen zu verhindern. Dem Hauptbelastungszeugen schenkten sowohl Gericht als auch Staatsanwaltschaft Glauben. Seine Schilderungen bezeichnete Richter Mirko Schulte als „plastisch und lebensnah mit selbstbelastenden Tendenzen“. Ein Verfahren gegen ihn ist eingestellt worden. Aus diesem entwickelte sich der Prozess gegen die Angeklagten.

von Silke Pfeifer-Sternke

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