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Gefahren werden im Keim erstickt

Jubiläum Gefahren werden im Keim erstickt

Vor 75 Jahren wurde die Behring-Werkfeuerwehr gegründet. Das Jubiläum wird am Freitag und Samstag sowohl intern als auch mit der Öffentlichkeit gefeiert.

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Die Werkfeuerwehr am Standort der Marburger Behringwerke wird 75 Jahre alt. Am Wochenende wird das gefeiert.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Es war im Jahr 1937 als sich gut 30 Mitarbeiter der Marburger Behring-Werke zusammenschlossen und eine unternehmenseigene Werkfeuerwehr gründeten. Mindestens 30 Mitglieder mussten damals für eine solche Wehr vorgehalten werden, um jederzeit einsatzbereit zu sein. „Anfangs war die Gruppe quasi eine freiwillige Feuerwehr des Betriebs“, berichtet Tilo Funk, heutiger Leiter der Werkfeuerwehr Behring. Erst mit der behördlichen Anerkennung im Jahr 1964 kommt der Schritt hin zur richtigen Werkfeuerwehr der Behringwerke in Marburg.

Heute hat die Abteilung insgesamt 47 Mitglieder, drei davon sind hauptamtlich für die Wehr tätig. „Wir sind für alle Einsatzlagen gerüstet, so wie eine öffentliche Feuerwehr auch“, betont Funk. Das heißt die Behring-Werkfeuerwehr kann sowohl Brände bekämpfen als auch Gefahrstoffeinsätze absolvieren und technische Hilfeleistungen anbieten. „Spezialisiert sind wir allerdings auf Gefahrstoffeinsätze vor allem im Bereich Chemie und Biotec“, erläutert der Wehrführer. Sechs hochmoderne Einsatzfahrzeuge und zahlreiche Sondergerätschaften wie ein Großlüfter, die den Gegebenheiten am Standort Rechnung tragen, stehen den Kameraden auf dem Gelände der Behringwerke dafür zur Verfügung.

„Wir arbeiten Hand in Hand mit den Feuerwehren in Marburg und dem Landkreis und bringen unser Wissen und unsere Ausrüstung auch nach außen“, sagt Funk nicht ohne Stolz. Das heißt, dass die Werkfeuerwehrleute auch an Einsätzen außerhalb des Firmengeländes teilnehmen, wenn sie dafür angefordert werden, beispielsweise bei schweren Autounfällen, bei denen Gefahrstoffe austreten können.

„Toi, toi, toi - bislang hatten wir selbst auf dem Gelände noch keinen richtigen Großeinsatz“, berichtet der Leiter der Werkfeuerwehr weiter. Klar seien zum Teil spektakuläre Einsätze in der Geschichte vorgekommen, hätten aber nie mit großen Schäden geendet. „Kleinere Brände gibt es häufiger und auch Austritte von gefährlichen Stoffen kommen vor“, erklärt Funk und ergänzt: „Aber genau da greifen wir schnell und konzentriert ein, um größere Schäden für die Standort-Unternehmen zu verhindern. Denn dafür sind wir als Werkfeuerwehr ja da.“

Und weil das bereits seit 75 Jahren der Fall ist, soll es auch entsprechend gefeiert werden: am Freitagabend mit einem Festkommers für geladene Gäste und am Samstag mit einem Tag der offenen Tür für alle Interessierten (siehe Hintergrundkasten). „In 75 Jahren ändert sich vieles. Die Notwendigkeit eines zuverlässigen Brandschutzes am Standort Behringwerke bleibt jedoch immer gleich“, erläutert Christoph Hesse von der Pharmaserv GmbH & Co. KG, die die Feierlichkeiten organisiert, und verspricht für alle Besucher eine „informative Zeitreise durch ein dreiviertel Jahrhundert Werkfeuerwehr Behring“.

von Katharina Kaufmann

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