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Geburtshilfe: Eine Bewegung entsteht

Runder Tisch Geburtshilfe: Eine Bewegung entsteht

In die Bemühungen um den Erhalt der vom Aus bedrohten Geburtshilfe-Station in Biedenkopf kommt "Bewegung".

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Biedenkopf . Das Vorhaben, die Geburtshilfe im DRK-Krankenhaus in Biedenkopf zu schließen, widerspricht voll und ganz unseren Bemühungen, flächendeckend regionale Angebote in unserer Gesundheitsregion vorzuhalten“, erklärte Landrat Robert Fischbach. Ganz im Gegenteil: „Wir müssen alles dafür unternehmen, um dieses wichtige Angebot im Hinterland zu erhalten, wenn wir weiterhin als familienfreundlich angesehen werden wollen“, sagt Fischbach.

Seit Bekanntwerden der Schließungspläne haben Landrat Fischbach und der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent, Dr. Karsten McGovern, Gespräche geführt. Wie der Landrat mitteilt, gibt es auch ein großes Interesse des Finanzministers Dr. Thomas Schäfer an diesem Thema. Der Biedenkopfer baut drauf, dass beim Zusammentreffen am Runden Tisch an konkreten Lösungen zum Erhalt der Geburtshilfe-Station gearbeitet wird. Geplant, aber noch nicht terminiert, ist ein Gespräch unter anderem mit Vertretern des DRK-Krankenhauses in Biedenkopf, mit Hebammen, einem Vertreter der Bürgermeister aus dem Hinterland und Vertretern der Ärzte. Das Gespräch soll zusammen mit Minister Dr. Schäfer, Landrat Fischbach und Dr. McGovern geführt werden, um sich für den Erhalt der Geburtshilfe einzusetzen.

Auch der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) wäre bereit, an den Gesprächen teilzunehmen, äußerte er gegenüber der OP. Es handele sich um ein vielschichtiges Problem, das derzeit auch bundespolitisch diskutiert wird. Er führt die steigenden Haftpflichtversicherungsprämien an, die nicht zwangsläufig mit einem Anstieg der Vergütungsleistungen einhergehen.

Bartol begrüßt, dass eine Bewegung entsteht, mit dem Ziel, die Geburtshilfe-Station in Biedenkopf zu erhalten. Dann könne man die Fakten näher beleuchten, um Lösungen zu finden - auch interne Überlegungen, wie eine Neubewertung des Belegärztesystem oder Kooperationen mit anderen Krankenhäusern - müssten diskutiert werden.

„Es ist doch ganz klar, dass wir bei diesem Thema aktiv werden, auch ohne Aufforderung“, erklärt Landrat Fischbach. Es freue ihn sehr, dass ein geschlossenes Auftreten möglich scheine, da alle Beteiligte sich für den Erhalt dieser wichtigen Abteilung einsetzen.

von Silke Pfeifer-Sternke

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Die Bürgermeister des Hinterlandes setzen sich mit aller Kraft für den Erhalt der Geburtshilfe­Station des Biedenkopfer DRK-Krankenhauses ein.

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