Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland Gebet, Gesang und Gesundheitspolitik
Landkreis Hinterland Gebet, Gesang und Gesundheitspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:24 25.06.2012
Marburg

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Marburger Elisabethkirche gestern Abend, als Achim Ludwig, Pfarrer der Elisabethkirchengemeinde und Vorsitzender des Kirchenvorstandes, die rund 450 Besucher des ersten Montagsgebets begrüßte. Um die Gesundheitspolitik solle es gehen, erklärte er, und um theologische und ethische Orientierung.

„Jede Klinik muss gut wirtschaften. Sie muss aber auch gute Medizin machen“, betonte der Dekan des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität, Professor Dr. Matthias Rothmund, in seinem „Wort zur Sache“. Dieses Wirtschaften sei in Deutschland seit der Einführung der Fallabrechnung schwer geworden, dürfe aber nicht auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden. „Sollte Fresenius die Übernahme der Rhön Klinikum AG gelingen, hat das Land Hessen das Recht, die Uniklinika zurückzukaufen. Davon sollte es Gebrauch machen“, forderte Rothmund.

Der Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zur Nieden, stellte anschließend die Position der Kirche dar: „Wir als Kirche können nicht wegsehen und schweigen, wenn Klinikmitarbeiter zu uns kommen und sagen: Eigentlich müsste ich anders handeln, aber es ist nicht anders möglich.“ Er mache das auch zu seinem persönlichen Anliegen. „Ich verstehe vielleicht nichts von Krankenversorgung, aber dafür etwas vom Gewissen - und dafür spreche ich hier“, betonte er.

In Fürbitten betete er zum Abschluss gemeinsam mit allen Anwesenden für das Wohl der Patienten, für die Arbeit des Klinikpersonals und für eine gute Wahl der Entscheider.

Mit den Entscheidern meinte zur Nieden wohl auch die Rhön-Aktionäre. Diese müssen sich bis heute 24 Uhr zum Verkauf ihrer Aktien an Fresenius durchringen. Gut zwei Tage vor Ablauf der Annahmefrist seien dem Unternehmen erst 40,6 Millionen Rhön-Aktien angedient worden, erklärte der Konzern gestern. Dies entspricht 29,39 Prozent des Grundkapitals von Rhön. Bei öffentlichen Übernahmeangeboten ist es allerdings üblich, dass institutionelle Investoren ihre Aktien erst auf den letzten Drücker einreichen. „Da wir bisher keinen aktiven Widerstand vernommen haben, halten wir eine Zustimmungsquote von mehr als 92 Prozent für erreichbar“, sagte Commerzbank-Analyst Volker Braun. Ein Fragezeichen hinter dem Geschäft ist nach wie vor die kartellrechtliche Bewertung.

von Katharina Kaufmann

Nach mehr als zehnjähriger Schulleitertätigkeit an der Mittelpunktschule Hartenrod wurde am Montag Dorothea Mannshardt offiziell aus dem Schuldienst verabschiedet.

25.06.2012

22 Pferdefreunde kamen zur „Ribble Creek Ranch“, wo sowohl Reiter als auch Fahrgespanne bei Übungen und Aufgaben ihre Geschicklichkeit bewiesen.

25.06.2012

Mit einem Festkommers begingen die Brandschützer aus Allendorf das 85-jährige Bestehen ihrer Wehr. Eingebettet in diese Feierlichkeiten war der Kreisfeuerwehrverbandstag des Landkreises.

25.06.2012