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Hinterland Eintritt und Parkplatz zum Nulltarif
Landkreis Hinterland Eintritt und Parkplatz zum Nulltarif
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16:18 02.05.2017
Der Gartenmarkt in Biedenkopf hat sich im Lauf der Jahre zu ­einem Publikumsmagneten entwickelt. Quelle: Edgar Meistrell
Biedenkopf

Die Arbeit im ­eigenen Garten ist für sie Entspannung: Wenige Tage vor der nächsten Auflage des Garten- und Pflanzenmarktes steigt aber auch bei Inge Behrens die Nervosität. Routine will sich bei der Cheforganisatorin auch nach so vielen Jahren nicht einstellen. Es gibt immer wieder Neues zu bedenken und zu beachten: Vorschriften der Behörden, Wünsche der Aussteller und so viele kleine Details im Vorfeld.

Bis auf den letzten Drücker wird an der Liste der Aussteller gearbeitet. Denn es haben deutlich mehr Gartenfachbetriebe, Pflanzenzüchter, Kunsthandwerker oder Gemüsehändler Interesse an einem Standplatz bekundet, als es Platz auf dem Festplatz an der Biedenkopfer „Bleiche“ gibt. 125 Zusagen hat sie verschickt.

Es gibt für die heimischen Gartenfreunde, die am kommenden Sonntag auf die „Bleiche“ kommen, viele bekannte Gesichter­ unter den Händlern, aber auch eine ganze Reihe von neuen. So kommt aus Nordholland der Züchter von Farnen. „So ­eine Fülle habe ich noch nicht gesehen“, begründet Inge Behrens, warum sie dem Niederländer zugesagt hat. Er ist einer von rund 70 Händlern, die Pflanzen anbieten. Die reichen von Steinpflanzen über Gemüsesetzlinge bis zu Obstgehölzen. Hobbygärtner sind ebenso vertreten wie Profis von Baumschulen.

Eröffnung am Sonntag um 10 Uhr

Neu ist ein Orchideenhändler. Dazu kommen Heilkräuter, Stauden, Balkonblumen und mehr. Die Fachleute kommen aus allen Teilen der Bundesrepublik. Es hat sich rumgesprochen, dass der Biedenkopfer Markt ein ganz besonderer ist, sagt Inge Behrens. Immerhin ist er nach wie vor ­eine privat organisierte Veranstaltung, die von Familie Behrens samt Freunden und Helfern getragen wird.
Mit dem Angebot ist im Laufe der Jahre auch die Zahl der Besucher gewachsen. Tausende waren es im Vorjahr, als die Sonne richtig mitspielte.

Morgens tummeln sich in aller Regel die Pflanzenfreunde, meist vor der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr. Die ersten Händler bauen am Samstag auf. Und am frühen Sonntagmorgen geht es dann richtig rund.

Zu einem schönen Garten ­gehören auch die Dekosachen. Auch da gibt es wieder eine Vielzahl von Angeboten. Heimische Kunsthandwerkerinnen sind ebenso vertreten wie Fachgeschäfte aus ganz Deutschland. Inge Behrens hat bei der Auswahl der Händler darauf geachtet, dass die Vielfalt stimmt. „Bei uns soll jeder auf seine Kosten kommen: das Publikum beim Schauen und die Aussteller beim Verkaufen“, lautet ihre Devise.

Alpakas als 
tierische Attraktion

Fester Bestandteil des Marktes sind die Vereine und Gruppen aus der Region. Der Förderverein der Grundschule bietet wieder eine Tombola an. Der Fischereiverein bietet Snacks rund um den Fisch an. Wer Waffeln mag, ist bei den Wallauer Sängerinnen richtig. Es gibt Leckereien vom Grill und aus dem Backhaus, Käse, Eis und eine Kuchentheke.

Der Naturschutzbund, die Obstbauern, die Bienenzüchter der Region bauen ihre Stände ebenso auf wie das Schulbiologiezentrum. Das Technische Hilfswerk baut die Holzbrücke über die Lahn auf und informiert über seine Arbeit.

In direkter Nachbarschaft des Marktes finden sich Alpakas, die ein Züchter aus dem Lahntal mitbringt. Auch der bekannte Geflügelhändler hat seinen Stand.

Wer beim Entenrennen des SV Eckelshausen an Pfingstmontag dabei sein möchte, der kann sich auf dem Gartenmarkt schon seine „Rennente“ 
 kaufen.

  • Der Eintritt zum Garten- und Pflanzenmarkt ist frei. Auch das Parken in der Biedenkopfer Innenstadt kostet die Marktbesucher nichts.

von Edgar Meistrell

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