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Gäste hören Musik und lernen tanzen

Friebertshausen Gäste hören Musik und lernen tanzen

Das Friebertshäuser Musikfestival findet immer mehr Freunde: 450 Besucher kamen am Samstag auf die Wiese an der Schutzhütte, 150 mehr als vor zwei Jahren.

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Die Zuschauer amüsieren sich in entspannter Atmosphäre beim dritten Musikfestival in Friebertshausen, das das Motto „handgemachte Musik“ trägt.

Quelle: Salomé Weber

Friebertshausen. „Endlich ist hier mal etwas los“, sagte Joanna Knappweis, eine von etwa 20 jugendlichen Helferinnen und Helfern, die das Musikfestival in Friebertshausen freiwillig mit ihrer Arbeit unterstützen. Als Grund dafür nennen sie die Freude darüber, dass es eine solche Veranstaltung in dem kleinen Dorf gibt.

Gegen 15 Uhr startete das Festival mit dem „Dautphetaler Alphorntrio“. „Wir spielen seit Jahrzehnten im Posaunenchor, Blasinstrumente sind uns also nicht fremd. Während eines Urlaubs in der Schweiz waren wir so fasziniert von dem Klang der Alphörner, dass wir das selbst mal ausprobieren wollten“, berichtete Klaus Müller. Er baute sich sein eigenes Alphorn. Sein Sohn, der ein eigenes Unternehmen besitzt, habe dann ein viel besseres Alphorn mithilfe von CNC-Technik gebaut. Seitdem produziert Müller Alphörner im Unternehmen seines Sohns, die sogar in die Schweiz exportiert werden.

Nach dieser instrumentalen Darbietung ging es weiter mit rockigen Klängen von der „TanzGängerZone“. Das sind vier Jugendliche im Alter von 16 bis 19 Jahren, die früher einmal Ska und Punk spielten und heute ruhigere Töne anschlagen. Dann stand Robert Oberbeck, ein Musiker aus Marburg, auf der Bühne und unterhielt die Zuschauer mit eigenen Liedern. Musikalische Klänge, die ihren Ursprung in den Südstaaten der USA haben, gab es anschließend auf der Wiese bei der Schutzhütte in Friebertshausen.

Die „Bigbelly Button Band“ spielen echten „Bluegrass“, eine Musikrichtung, die auch in Deutschland immer beliebter werde, betonte Pieper.

Anschließend spielte das Duo „dretsch“: „Man nehme ein Schlagwerk und ein Akkordeon, gebe es in einen Topf und verrühre es singend mit Humor“, kündigte Moderator und Mitveranstalter Georg Pieper mit einem Augenzwinkern an und ergänzte: „Dieses Duo ist kein Mainstream – wenn Bernd Südekum und Tilo Hahn Straßenmusik machen, dann bleiben die Menschen entweder stehen, um sie zu bewundern oder sie schütteln verwundert den Kopf“. Beim Publikum kamen die außergewöhnliche Musik und die lustigen Aktionen des Duos gut an.

Das Publikum zum Mitsingen zu animieren, hatte sich der „Freebee-Chor“ zum Ziel gesetzt. „Wir wollen die Freude am Singen mit dem Publikum teilen“, sagte die Leiterin des Chors, Ajoka Kaiser. Die Sängerinnen und Sänger treffen sich seit fünf Jahren, einmal in der Woche gemeinsam zu musizieren. Die Zuschauer machten begeistert mit, hatten viel Spaß und gaben kräftig Applaus. Nicht zum ersten Mal in Friebertshausen zu Gast war das Quartett „SaitenWind“, das in bewährter Weise eigene Interpretationen von Liedern aus aller Welt präsentierte.

Beim Auftritt des Duos „liaison parterre“ erläuterte die Sängerin Ulla Keller den Inhalt der französischen Liedinhalte.

Anschließend entführte die Gruppe „Celtic Chakra“ das Publikum in das Reich der keltischen Musik. Der Auftritt des Marburger Chors „Wirsing Querbeet“ unter der Leitung von Jessica Lenz untermalte die spätsommerliche Atmosphäre des Abends mit europäischen Liedern. Nachdem die Zuschauer die Heuballen, die als Sitzgelegenheiten dienten, zur Seite geschoben hatten, ließen sie sich von Fido Wagler aus Marburg zum Tanzen animieren. Eineinhalb Stunden lernten die Gäste verschiedene Tänze aus Europa. Auf dem Festivalgelände gab es Stände, an denen sich die Besucher mit Speisen aus Afrika, Indien oder Deutschland versorgen konnten. Außerdem präsentierte Harald Schneider ein soziales Projekt aus Afrika, das er begleitet, und seine Tochter Dinah zeigte gemalte Porträts von überwiegend afrikanischen Kindern. An die Anfänge des Festivals erinnern Pieper und Volker Hamel: „Angefangen hat alles bei der Verabschiedung des langjährigen Ortsvorstehers Helmut Koch – bei seinem Abschiedsfest haben einige Friebertshäuser Gruppen gespielt. Da ist uns aufgefallen, welches Potenzial es hier gibt, und wir haben uns entschlossen, das Friebertshäuser Musikfestival ins Leben zu rufen.“ Vier Gruppen spielten 2007, am vergangenen Samstag waren es zehn. „Wir haben schon Anfragen von Künstlern für das nächste Festival“, berichtete Pieper stolz.

von Salomé Weber

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