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Hinterland Funke der Lebensfreude springt über
Landkreis Hinterland Funke der Lebensfreude springt über
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18:32 02.08.2012
Gladenbach

Mit ihrem überwältigendem Elan und ihrem afrikanischen Leiter Lee Cosmas Ndeiy steckten die Trommler aus dem Hinterland das Publikum mit der „afrikanischen Lebensfreude“ an. Die Besucher ließen sich daher nicht zweimal bitten, standen von ihren Stühlen auf, tanzten begeistert mit und nutzten auch die bereitgestellten Trommeln zum Mitmusizieren.

Die „Tansania-Trommler“ aus dem Hinterland treffen sich seit zwei Jahren mehr oder weniger regelmäßig, um ihrer Leidenschaft für afrikanische Trommel-Rhythmen nachzugehen, erläuterten die Mitglieder.

„Mit den Trommeln lassen sich Gefühle sehr gut ausdrücken“, betonte Marco Klingelhöfer aus Bad Endbach. Freude und Glück aber auch Stress, Aggressionen und schlechte Stimmung ließen sich beim gemeinsamen Trommeln verarbeiten, ergänzten Ulrike und Tabea Lorch aus Gladenbach und Karin Berge aus Sinkershausen. Die Trommelgruppe sei daher ein idealer Ausgleich zum fest strukturierten Berufs- und Alltagsleben in Deutschland. Deshalb wird das Ensemble auch nicht als eingetragener Verein geführt, so die Hobbymusiker weiter.

Die Tansania-Trommler sind auch privat miteinander befreundet, treffen sich zum Gedankenaustausch und gemeinsamen Essen. Dabei kommt wieder die Leidenschaft für Afrika zum tragen. Denn dabei werden nicht nur europäische Speisen gereicht sondern ebenso afrikanische Rezepte ausprobiert und nachgekocht. Auch davon bekamen die Besucher einen lebendigen Eindruck. Denn nach dem Konzert durften sie einige Gerichte aus Tansania probieren.

Leiter der Trommelgruppe ist Lee Cosmas Ndeiy. Der aus Tansania stammende Theologe lebt in Runzhausen, arbeitet als Pfarrer für Ökumene und Bildung für das Dekanat Biedenkopf und leitet in seiner Freizeit neben der Trommelgruppe auch den Amani Gospelchor. Der Wahlhinterländer unterrichtet ehrenamtlich afrikanisches Liedgut, bittet aber seine Schüler um Spenden für Hilfsprojekte in seiner tansanischen Heimatgemeinde.

Es sei etwas schwierig gewesen, bei der Trommelgruppe den „richtigen Einstieg“ zu finden. Denn schließlich gebe es allein in Tansania 121 Stämme, und jeder trommele auf seine eigene Art, erinnerte der Theologe an die Anfänge.

Doch dann hätten sie einfach angefangen und ihrem Lehrer nachgetrommelt, ergänzten die Hobbymusiker. Dass dieses „Nachtrommeln“ inzwischen für ein öffentliches Konzert reicht, bewiesen die begeisterten Zuhörer im evangelischen Gemeindehaus „Blankenstein“.

Konzertbesuchertanzen und trommeln mit

Die Besucher klatschten nicht nur Beifall sondern nach kurzem Zögern auch den Rhythmus mit und ließen sich sogar zum Tanzen und Mittrommeln anregen. Nach den mitreißenden Trommelstücken informierte der Theologe nicht nur über die Hilfsprojekte in seiner alten Heimat sondern erinnerte die Besucher an die noch immer riesigen Unterschiede beim Lebensstandard zwischen Deutschland und Tansania. Eben diese Kluft wollen die Tansania-Trommler mit ihrem Konzert und ihrem Spendenaufruf ein wenig schließen.

„Weil es uns hier gut geht und wir mit den afrikanischen Trommel-Rhythmen einen Ausgleich zum Alltag bekommen, möchten wir uns auch für die Menschen in Tansania einsetzen“, erklärten die Musiker.

Zu den Projekten in der Heimatgemeinde von Ndeily gehören eine Schule und eine Ausbildungswerkstatt, die von Christopher Ndeiy geleitet wird.

Der Sohn von Lee Ndeiy hatte von 1997 bis 2000 in einer Schreinerei in Runzhausen selbst eine Ausbildung zum Schreiner absolviert und kümmert sich nun um das Projekt in Tansania. Durch die direkten Kontakte des Pfarrers kommt das Geld ohne Verwaltungskosten in dem afrikanischen Land an. Neben dem Ausbildungsprojekt sollen die Kosten für einen aktuellen Hilfstransport „eingespielt“ werden.

von Peter Piplies

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