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„Für jeden muss etwas dabei sein“

Gartenmarkt „Für jeden muss etwas dabei sein“

Inge Behrens ist die Initiatorin des Biedenkopfer Gartenmarktes, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

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Der Biedenkopfer Garten- und  Pflanzenmarkt ist weit über die Grenzen der Stadt Biedenkopf hinaus bekannt und beliebt.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Eigentlich war die Liste mit den Ausstellern schon voll, da erreichte Inge Behrens die Anfrage eines kleinen Öl-Produzenten: „Der war so klasse, den konnte ich einfach nicht ablehnen.“

Zum 12. Mal organisiert Behrens den Garten- und Pflanzenmarkt in Biedenkopf.

Am Sonntag,  6. Mai, werden 115 Anbieter Schönes, Nützliches und Kulinarisches rund um den Garten präsentieren.

Mit 18 Ausstellern hatte Inge Behrens im Jahr 2000 angefangen, 9 davon sind auch heute noch dabei: „Der Markt lebt von seinem familiären Charakter, auch wenn mittlerweile viele tausend Besucher kommen“, sagt die Biedenkopferin. Jeweils am Sonntag vor Muttertag findet das Großereignis auf dem Biedenkopfer Festplatz „Obere Bleiche“ statt, zu dem selbst Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus dem Ruhrgebiet kommen.

Behrens „tummelt“ sich regelmäßig in Fach-Foren im Internet, „dort wird der Biedenkopfer Gartenmarkt sehr gelobt“, erzählt sie. Was Besucher und Aussteller gleichermaßen schätzen: das Angebot ist handverlesen. Behrens achtet auf den richtigen Mix, „für jeden Geschmack und Geldbeutel muss etwas dabei sein“. Sie führt Wartelisten, etwa für die Produzenten von Marmeladen und Gelees: „Da könnte ich viermal so viele auf den Markt lassen.“

Doch damit das Angebot für die Besucher nicht zu einseitig wird und die Aussteller sich nicht gegenseitig „das Geschäft kaputtmachen“, lehnt Behrens immer wieder auch eine Anfrage ab. Professionelle Gartenbaubetriebe machen beim Biedenkopfer Gartenmarkt ebenso mit wie Hobbygärtner, Kunsthandwerker und Dekorations-Fachleute, Vereine und Kindergärten, Naturschutzverbände, Hersteller von Delikatessen und Gastronomen. Vom Rasenmäher-Traktor bis zum Setzling, von der deftigen Wurst bis zur handgefertigten Seife reicht das Angebot auf dem Pflanzenmarkt. Kinder können sich schminken lassen und  Obst- und Gartenbauvereine informieren über die heimische Flora. Das Großereignis wird von der ganzen Familie organisiert: ab Mittwoch sind Inge Behrens und ihre Angehörigen damit beschäftigt, den Festplatz für den Markt vorzubereiten, Parkplätze auszuweisen und Straßenschilder aufzustellen.

Weil sie keinen Helfer bezahlen muss, bleibt die Standgebühr für die Aussteller niedrig – und Vereine, Gruppen, Kindergärten oder Organisationen zahlen nichts.
„Es soll ja schließlich für alle tragbar sein“, sagt Behrens, der es nicht ums Geldverdienen geht. „Wir wollen lieber etwas richtig Schönes für alle Beteiligten auf die Beine stellen.“ Deswegen sei ein Eintrittspreis für den Pflanzenmarkt wie an vielen anderen Orten in Biedenkopf „absolut kein Thema.“
Ans Aufhören denkt die Biedenkopferin, die in diesem Jahr ihren 63. Geburtstag feiert, noch nicht. Zwar sei der Markt in jedem Jahr eine Herausforderung, bei der sie ab halb fünf Uhr auf der „Bleiche“ steht. Aber spätestens ab dem frühen Vormittag, wenn alle Stände stehen und die Besuchermassen auf den Platz strömen, „dann genieße ich es und nehme wieder Anmeldungen für das nächste Jahr entgegen.“

Für die Aussteller, die sogar aus Nürnberg und Hannover nach Biedenkopf kommen, ist die Organisatorin seit Jahren die Ansprechpartnerin für alle kleinen und großen Probleme. „Ich bemuttere meine Aussteller gerne ein bisschen, deshalb kommen alle auch so gerne wieder“, sagt Behrens.

Der Biedenkopfer Garten- und Pflanzenmarkt findet Sonntag,  6. Mai statt. Offizieller Beginn ist um 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.

von Sophie Cyriax

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