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Für Meissner AG ist nichts "undenkbar"

Auszeichnung Für Meissner AG ist nichts "undenkbar"

Die Meissner AG im Biedenkopfer Stadtteil Wallau hat jetzt eine Auszeichnung, die noch kein anderes Hinterländer Unternehmen vorweisen kann: das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit.

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Freuen sich über die Auszeichnung: Michael Thoss (von links), Sebastian Kleist, Angelika Berbuir, Matthias Greeb, Andrea Schwedler und Volker Bück.

Quelle: Agentur für Arbeit Biedenkopf

Biedenkopf. Das große Ausbildungsengagement des Betriebes hob die Chefin der Arbeitsagentur Wetzlar, Angelika Berbuir, bei der Übergabe der Urkunde besonders hervor. Berbuir begründete die Auszeichnung mit der hohen Ausbildungsquote und der Ausbildungsqualität der Aktiengesellschaft, die mehrheitlich im Besitz der Mitarbeiter ist: „Eine gute Ausbildung ist das probateste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel. Sie bilden seit Jahren quantitativ und qualitativ auf höchstem Niveau aus, engagieren sich im dualen Studium und qualifizieren Mädchen in klassisch technischen Berufen. Damit sichern Sie sich nicht nur den eigenen Nachwuchs, sondern tragen entscheidend dazu bei, dass junge Menschen vor Ort arbeiten können und ihren Lebensmittelpunkt in der Region behalten“, sagte die Leiterin der Agentur für Arbeit in der Laudatio.

Dass Meissner im Jahr 2011 zwei Ausbildungschampions hervorgebracht habe, sei auch der Philosophie zu verdanken, bei der Bewerbersuche nicht nur auf Zeugnisnoten sondern auf die vorhandenen Talente jedes Ausbildungsplatzbewerbers zu achten und während der Lehre sehr intensiv mit den Auszubildenden zu arbeiten, so Berbuir. Vorbildlich sei ferner, dass jeder einzelne Jugendliche die individuelle Förderung erhalte, die er benötige.

Der Finanzvorstand der Meissner AG, Volker Bück, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Personalchefin Andrea Schwedler und Ausbildungsleiter Matthias Greeb entgegen. Er bestätigte, dass man im Unternehmen bereits früh erkannt habe, nicht nur Abiturienten in die Personalauswahl einzubeziehen sondern auch Haupt- und Realschülern Chancen einzuräumen. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen habe sich diese Strategie bewährt.

„Und mit der Abschlussprüfung nach drei Jahren hört die Ausbildung bei uns nicht auf“, betonte das Vorstands-mitglied. In den ersten Jahren danach werden die Absolventen von erfahrenen Mentoren begleitet und erhalten Gelegenheit, bei Zulieferern beziehungsweise Kunden zu hospitieren. Zudem mache man sich sehr früh Gedanken, wie man die jungen Fachkräfte perspektivisch fördern und langfristig an das Unternehmen binden könne: „Teilzeitmodelle für ausgebildete Facharbeiterinnen, Telearbeit und finanzielle Anreize – für uns ist nichts undenkbar“, bekräftigte Bück.

Mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit werden jedes Jahr Unternehmen ausgezeichnet, die sich im besonderen Maße für die betriebliche Berufsausbildung engagieren. Die Meissner AG ist das erste Unternehmen im Hinterland, das diese Auszeichnung erhalten hat.

von unseren Redakteuren

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