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Fünf Wehren überzeugen bei Übung

Weipoltshausen Fünf Wehren überzeugen bei Übung

Während ihrer dreitägigen Bratpartie organisierte die Freiwillige Feuerwehr Weipoltshausen eine Alarmübung, an der sich fünf Wehren beteiligten.

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Einsatzleiter Rüdiger Wagner (von links), Fachdienstleiter Funk Roland Wick und Gemeindebrandinspektor Markus Wißmann koordinierten den Einsatz.

Quelle: Adrianna Michel

Weipoltshausen. Sonntag, nur wenige Minuten vor 9 Uhr: Wehrführer Rüdiger Wagner, steht mit den Mitgliedern der Einsatzleitung, darunter Roland Wick, Fachdienstleiter Funk, und Gemeindebrandinspektor Markus Wißmann, gegenüber dem Haus im Lindenweg 8, das schon bald von allen Seiten mit Wasser bespritzt werden wird.

Um Punkt 9 Uhr ist in Weipolts­hausen die Alarmierung zu hören. Auch in den Lohraer Ortsteilen Reimershausen, Altenvers, Rollshausen und Seelbach ertönt die Sirene. Im Weipolts­häuser Lindenweg brennt ein Wohnhaus, aber keine Menschenleben sind Gefahr, da sich alle retten konnten, lautet die Information. Alle Wehren erhalten zudem von der Leitstelle die Anweisung, sich am Ortseingang über Funk beim Einsatzleiter zu melden.

Schon drei Minuten nach den ersten Sirenenklängen rollt das rote Fahrzeug der Weipolts­häuser Wehr vor. Gruppenführer Lars Schneider spricht mit Wagner das Vorgehen ab. Die Hauptaufgabe wird das Verlegen der Wasserleitungen sein. Vor dem „brennenden“ Haus stehen nämlich keine Hydranten, sodass aus dem Ort Wasserleitungen verlegt werden müssen. Die Weipoltshäuser holen die Pumpe und die Schläuche aus ihrem Feuerwehrfahrzeug und verlegen sie zum Brandherd.

Als zweite Wehr meldet sich Altenvers über Funk. Sie bekommt die Aufgabe, von einem Hydranten im unteren Dorf Wasserleitungen zum Lindenweg zu legen. Wenige Minuten später rückt auch die Reimershäuser Wehr an. Sie soll das Nachbarhaus mit Wasser abschirmen, damit das Feuer nicht übergreift.

Für einen amüsanten Anblick sorgen die Brandlöscher aus Seelbach, die mit einem Traktor, an dem ein alter Tragkraftspritzenanhänger hängt, kommen. Wagner weist die Seelbacher an, den Gegenangriff von der Rückseite des „brennenden“ Hauses aus zu starten und den Gastank, der auf dem Nachbargrundstück steht, zu kühlen.

Die Rollshäuser versorgen die Seelbacher mit Wasser. Dazu bleiben sie im Wiesenweg und legen von dort aus über eine Pferdekoppel eine etwa 200 Meter lange Wasserleitung. Das erste Wasser spritzt um 9.17 Uhr auf das Einsatzobjekt.

Ziel der Übung, die jedes Jahr während der Bratpartie der Weipoltshäuser Wehr stattfindet, sei die Zusammenarbeit auf längeren Wegstrecken und beim Funkverkehr zu üben, betont Einsatzleiter Wagner.

Nach der Alarmübung findet eine Abwägung statt. „Wir machen immer eine Nachbesprechung, um festzustellen, was wir bei der nächsten Übung noch verbessern müssen. Dieses Mal lief alles zufriedenstellend ab“, sagt Wagner. „Wir hatten damit gerechnet, dass es wegen der teilweise weiten Anfahrtswege viel länger dauern würde, bis die Wasserleitungen gelegt sein würden, aber es ging doch alles ziemlich zügig“, stellt der Einsatzchef fest. Die Weipoltshäuser Wehr feierte mit mehreren hundert Besuchern von Samstag bis Montag bei ihrem Feuerwehrgerätehaus.

von Adrianna Michel

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