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Hinterland Führungsriege mit Feuerbote und "Sheriff"
Landkreis Hinterland Führungsriege mit Feuerbote und "Sheriff"
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18:31 17.04.2012
Die alte Motorspritze der Feuerwehr Frohnhausen ist auch heute noch funktionsfähig. Den Schutzpatron haben die Mitglieder selbst an das Feuerwehrhaus gemalt.Fotos: Ingrid Lang
Frohnhausen

Drei Tage lang feiert die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Frohnhausen ihr 75-jähriges Bestehen. Die Jubiläumsfeier beginnt an diesem Freitag um 19 Uhr mit dem Festkommers in der Kulturscheune.

Am Samstag werden ab 20 Uhr Musik und Tanz mit der Liveband „Original Marburger“ angeboten.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem „Tag der offenen Tür“ ab 10 Uhr. Die Jubiläumsfeier klingt nach einem Kaffeetrinken, das ab 14 Uhr in der Kulturscheune beginnt, aus.

Berichten zufolge gab es bereits vor 1900 eine Feuerwehr in Frohnhausen. So sei 1886 nach dem Verfall der Freiwilligen Feuerwehr Gladenbach eine Pflichtfeuerwehr ins Leben gerufen worden. Zuständig für Frohnhausen, Mornshausen und Rüchenbach war der Feuerbote und Schlossermeister Martin Wiessner.

Am 4. Januar 1900 wurde die Frohnhäuser Wehr zusammen mit 14 weiteren Wehren aus der Umgebung zur Brandbekämpfung des Adrianschen Hauses in Gladenbach, in dem Eisenwaren und Sprengstoff lagerten, gerufen. Im Jahr 1937 wurde aus der Pflichtfeuerwehr die Freiwillige Feuerwehr Frohnhausen. Nach dem Brand des Anwesens Klingelhöfer, den spielende Kinder verursachten, kaufte die selbständige Gemeinde eine Motorspritze. Beim Brand von „Scheulisch Hof“ in Bellnhausen im Jahr 1941 rückten die Kameraden mit der Spritze an, um sie mühsam über einen Zaun zu heben und Wasser aus der Allna zu entnehmen.

Im Zweiten Weltkrieg übernahmen auf Wunsch des Wehrführers Heinrich Damm, einige junge Frauen den Feuerwehrdienst. Sie hatten viel Spaß an den Übungen, wurden allerdings zu keinem Einsatz gerufen.

Im Jahr 1957 wurde an das Backhaus ein Anbau errichtet, so dass die Feuerwehr über ein Gerätehaus verfügte. Zwei Jahre danach wurde auch die Entnahme des Löschwassers durch den Anschluss an die Mittelhessischen Wasserwerke in Allendorf geregelt. Gemeinsam mit acht weiteren Wehren folgte im selben Jahr die erste Allnatalübung.

Beim Großbrand der Aurorahütte in Erdhausen im August 1964 waren die Frohnhäuser Feuerwehrleute im Einsatz. Fünf Jahre später erhielt die Wehr ein neues Löschfahrzeug, das im selben Jahr bei den Einsätzen in Erdhausen und Runzhausen seine Feuertaufe bestand.

Im April 1978 zog die Wehr vom Backhaus in das Anwesen Weis um. Die zugemauerte Hofeinfahrt wurde als Unterstellplatz für das Fahrzeug genutzt und die ehemalige Milchkammer zur Garderobe umgebaut.

Im November 1985 wurde nach langer Umbauphase der in Eigenleistung entstandene Schulungs- und Gemeinschaftsraum eingeweiht.

Die Stadt Gladenbach rüstete die Kameraden 1987 mit neuen Anzügen, Helmen und Schutzhandschuhen aus und die Kameraden kauften sich Sicherheitsschuhe und zwei Funkgeräte. Im Dezember 1990 wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF 8/8) abgeholt und im Januar 1991 seiner Bestimmung übergeben.

Im Jahr 1996 begannen die fünf Jahre währenden Umbau- und Sanierungsarbeiten an „Schmitz Haus“, wo in Eigenleistung ein Gemeinschaftsraum mit Küche und neue sanitäre Anlagen entstanden. Zudem wurde die Fassade erneuert und der Heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehr, aufgemalt.

Im Dezember 1998 wurde zum ersten Schlachtessen geladen, das sich bis heute reger Beliebtheit erfreut. Im Herbst 2001 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.

Einsatzabteilung zählt 16, Jugendfeuerwehr 6 Aktive

Zwei Jahre später erwarb die FFW einen Mannschaftswagen der umgebaut und neu ausgestattet 2004 in Betrieb genommen wurde. Zu den weiteren Großeinsätzen zählte der Einsatz der Wehr beim Brand des Freizeitbades „Nautilust“ 2005 sowie dem Wohnhausbrand der Firma Bartschies 2007.

Die Einsatzabteilung zählt heute 16 Aktive. Eine 1979 ins Leben gerufen Jugendfeuerwehr bestand nur neun Jahre und wurde 1993 wieder mit Leben gefüllt. Heute zählt die Jugendfeuerwehr 6 Mitglieder.

Der erste Wehrführer war bis 1947 Heinrich DammI, dem Erwin Hame für ein Jahr folgte. Diesen ersetzte bis Ende 1948 Heinrich Damm II, von 1949 bis 1968 war Ortsvorsteher Johannes Burk genannt „Sheriff“ Wehrführer. Sein Nachfolger wurde bis 1982 Helmut Reiss, der 1989 zum Ehrenwehrführer ernannt wurde, von 1983 bis zu seinem plötzlichen Tod im Dezember 1985 war Wolfgang Damm Wehrführer, seitdem ist es Reinhold Koch.

von Ingrid Lang

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