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Frohnhäuser haben gut lachen

Feuerweh-Jubiläum Frohnhäuser haben gut lachen

Die Feuerwehr Frohnhausen feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einem fröhlichen Festkommers in der vollen Kulturscheune.

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Die Geehrten, die passiv und aktiv 25 bis 60 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Frohnhausen angehören. Gute Stimmung im Saal riefen die „wohlgenährten“ Mitglieder der Jugendfeuerwehr hervor.
Foto: Ingrid Lang

Frohnhausen. Wehrführer Reinhold Koch begrüßte Gäste aus Politik, befreundeter Wehren, zu denen auch die Kameraden aus dem Frohnhausen des Dillkreises gehörten, sowie die Vereine und Bürger des Ortes.

Zu Beginn zog die Kinderjazztanzgruppe ein. Sie waren als Feuerwehrleute verkleidet und zogen einen Bollerwagen, auf dem sich neben den jüngsten Kindern auch die Handspritze befand. Für das Lied „Hurra, Hurra die Feuerwehr ist da“ ernteten sie kräftigen Beifall.

Dirk Ronzheimer ließ die Chronik der Feuerwehr in Kurzform Revue passieren: Im Jahre 1937 wurde die Frohnhäuser Wehr nach dem Auflösen der Pflichtfeuerwehr gegründet. Erster Wehrführer wurde damals Heinrich Damm I. Ihm sollten im Laufe der Jahre weitere sechs Wehrführer folgen, wobei Reinhold Koch seit 1996 das Amt bekleidet (die OP berichtete). Weitere wichtige Stationen waren der Anbau des Feuerwehrgerätehauses an das Backhaus im Jahr 1957 und 31 Jahre später der Umzug in das Haus Weis. In den Jahren 1996 bis 2001 wurde das komplette Schmitz Haus saniert und umgebaut.

Stolz sind die Frohnhäuser auf ihre alte und funktionsfähige Motorspritze (TS4) aus dem Jahre 1936. In den vergangenen Jahren waren die Frohnhäuser bei mehreren großen Brandeinsätzen wie zum Beispiel dem Gladenbacher Nautilust und einem Wohnhausbrand im Stadtteil. Die Feuerwehr zählt 106 Mitglieder, von denen 37 der Einsatzabteilung und 6 der Jugendfeuerwehr angehören.

Landrat Robert Fischbach zeigte sich erfreut darüber, dass etwa 10 Prozent der Frohnhäuser der Wehr angehören. Sie seien eine verschworene Gruppe, die an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Das Engagement der Kameraden könne die Kommunalpolitik auch aus finanziellen Gründen nicht hoch genug einschätzen. Daher sei es wichtig, ihre Arbeit zu unterstützen und die Wehren mit gutem Material auszustatten.

In lautes Gelächter brachen die Zuhörer aus, als Fischbach scherzhaft sagte, der Stellenwert von Reinhold Koch sei sehr hoch, das habe er am Anfang gedacht, als er in etwa 15 Metern Entfernung die wohlgenährten Feuerwehrkinder (die hatten einen Luftballon unter ihrem T-Shirt) gesehen habe“.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim übergab als Schirmherr einen bunten Regenschirm an den Wehrführer. „Nur von der Feuerwehr Gladenbach Mitte wird die Anzahl der Aktiven in Frohnhausen noch getoppt“, sagte Knierim.

Der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol schloss sich den Vorrednern an und zollte den Aktiven für die Arbeit in den vergangenen 75 Jahren ebenso Respekt wie der Stadtverordnetenvorsteher Hans-Hermann Ullrich.

Da schon alles gesagt war, fielen die Grußworte von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Stadtbrandinspektor Reiner Horak kurz und bündig aus. Danach folgten etliche Ehrungen und Beförderungen.

Zum Schluss forderte die Damengymnastikgruppe alle Besucher zum Mitmachen auf, denn, so Elisabeth Burk, die Feuerwehr sei ja auch immer in Bewegung. Den reibungslosen Ablauf des Festkommers gewährleistete die Bellnhäuser Feuerwehr.

von Ingrid Lang

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