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Friedrich Bohl übernimmt Mediation

Windpark Friedrich Bohl übernimmt Mediation

Der ehemalige Kanzleramtsminister Friedrich Bohl wird Mediator in der Diskussion um den geplanten Windpark auf dem Hilsberg.

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Friedrich Bohl (Mitte) vermittelt in der Standortfrage.

Quelle: Archivfotos

Marburg. Nach mehreren Gesprächen einigten sich Bürgermeister Markus Schäfer (Bad Endbach), Dautphetals Bürgermeiser Bernd Schmidt, Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (Gladenbach) sowie die Bürgerinitiative (BI) zur Förderung des Naturschutzes und der Heimatpflege Holzhausen/Hünstein und Umgebung auf den Vorschlag des Regierungspräsidenten Dr. Lars Witteck und des Landrats Robert Fischbach und akzeptieren den ehemaligen Kanzleramtsminister Friedrich Bohl als Mediator zum Thema Windpark am Hilsberg.

Der Marburger Bohl ist in der Region bekannt als langjähriger Vertrauter und Mitarbeiter von Altbundeskanzler Helmut Kohl. Die Aufgabe als Mediator nimmt er gern wahr. Er ist sicher, dass er die Funktion zur Zufriedenheit der Beteiligten ausüben kann. Er zitiert seinen langjährigen  Vorgesetzten Kohl, der gesagt habe: „Wer länger als fünf Jahre Kanzleramtsminister ist, der hat den Dr. der Psychologie ehrenhalber“. Deshalb sieht er sich gerüstet für die Aufgabe, sagt Bohl, der von 1991 bis 1998 als Bundesminister für besondere Aufgaben Chef des Bundeskanzleramts war. 22 Jahre war Bohl Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Marburg-Biedenkopf und kennt die Region. Er freut sich darauf, sich ehrenamtlich zum Wohl der Bürger zu engagieren.

Witteck und Fischbach hatten in der Standortfrage des Windparks am Hilsberg nicht nur das Mediationsverfahren vorgeschlagen, sondern auch Bohl als möglichen Mediator ausgewählt.

„Ich bin sehr froh, dass man sich auf unseren Vorschlag mit Friedrich Bohl geeinigt hat. In seiner Eigenschaft als ehemaliger Kanzleramtsminister hat er reichhaltige Erfahrungen im Umgang mit schwierigen Prozessen gesammelt und seine Erfahrung kann hier für alle Beteiligten von großem Nutzen sein“, ist sich Landrat Robert Fischbach sicher. Einen gemeinsamen Mediator gefunden zu haben, sei ein guter erster Schritt, weil es die Bereitschaft verdeutliche, aufeinander zuzugehen. Fischbach ergänzte, dass Bohl die Tätigkeit als Mediator ehrenamtlich ausübe.

von Silke Pfeifer-Sternke

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