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Fresenius kauft Fenwal für 1,1 Milliarden Dollar

Rhön-Klinikum Fresenius kauft Fenwal für 1,1 Milliarden Dollar

Fresenius scheint derzeit auf Einkaufstour zu sein: Nachdem die Übernahme der Rhön-Klinikum AG vorläufig gescheitert ist, kauft das Bad Homburger Unternehmen nun den US-Transfusionstechnologie-Hersteller Fenwal.

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Die Unternehmenszentrale von Fresenius in Bad Homburg. Das Unternehmen hat seine Pläne für die Übernahme der Rhön-Klinikum AG wohl noch nicht aufgegeben.

Quelle: Frank Rumpenhorst

Marburg. Der Kurs der Fresenius-Aktie schwankte in den vergangenen Wochen heftig: Nach dem Übernahme-Angebot an die Aktionäre der Rhön-Klinikum AG schoss der Preis je Aktie im Mai in die Höhe, im Juni folgte ein weitere Kursanstieg, nachdem die Übernahme gut vorankam. Ende Juni dann eine erste Eintrübung: Asklepios stieg ebenfalls bei Rhön ein und torpedierte damit den Klinikdeal. Anfang Juli stieg der Kurs der Fresenius-Aktie allerdings wieder, mittlerweile ist er aber erneut im Fallen begriffen.

Und das obwohl das Bad Homburger Unternehmen die US-Medizintechnikfirma Fenwal für 1,1 Milliarden Dollar schluckt und nach eigenen Angaben einen zweiten Übernahmeversuch der Rhön-Klinikum AG prüft.

Fresenius habe beide Übernahmen seit Monaten parallel geplant, erklärte laut Nachrichtenagentur Reuters der Konzernchef Ulf Schneider am Montag in einer Telefonkonferenz mit Analysten: „Fresenius hat genügend finanziellen Spielraum für beide Transaktionen.“

Nach Einschätzung von Analysten will das Bad Homburger Unternehmen mit der Übernahme von Fenwal Stärke demonstrieren und zeigen, dass es bei Rhön nicht unter Zeitdruck steht.

Der erste Übernahmeversuch der Rhön-Klinikum AG war Ende Juni gescheitert, weil Fresenius statt der angestrebten 90 Prozent plus 1 nur 84,3 Prozent der Aktien angeboten bekommen hatte. Diese Hürde hatte der Konzern vorgegeben, weil damit Satzungsänderungen bei Rhön möglich geworden wären (die OP berichtete).

Dennoch sondiert Fresenius nach Informationen von Reuters neue Wege für eine Übernahme der Rhön-Klinikum AG und könnte sich dabei mit einer Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie zufrieden geben. Schneider wollte darauf allerdings nicht näher eingehen, betonte jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur: „Wir prüfen weiter, ob und wie wir diese Übernahme angehen können.“

von Katharina Kaufmann

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