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Hinterland Mit der Drehleiter bis 
auf Dachhöhe hinaus
Landkreis Hinterland Mit der Drehleiter bis 
auf Dachhöhe hinaus
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15:45 13.06.2017
Feuerwehrhelm auf dem Kopf und Marius Kreide an ihrer Seite: Für die kleine Rihanna geht es mit der Drehleiter einige Meter in die Höhe. Quelle: Jenna Stein
Gladenbach

„Wer mal ein Gefühl für die Geräte und die Ausrüstung bekommen will, ist hier genau richtig“, sagte Wehrführer Michael Kreide. Er und viele­ weitere Aktive aus der Feuerwehr organisierten den Mitmachtag.

Wie ist es eigentlich, durch ­eine Wärmebildkamera zu schauen oder mal die Jacke und Helm eines Feuerwehrmannes zu tragen? Das konnte auf dem Marktplatz von Groß und Klein ausprobiert werden. Unter anderem erklärten die Mitglieder der Feuerwehr Interessierten die Bestandteile des Löschfahrzeugs.

Im Hilfeleistungs-Löschfahrzeug ist alles untergebracht, was man normalerweise in einem Einsatz braucht. Neben Atemschutzmasken, dem Wasserschlauch und einer elektrischen Metallschere findet sich in dem großen roten Fahrzeug Platz für eine achtköpfige Einsatzgruppe und einen Fahrer.

Bürgermeister hat eigene 
Feuerwehrjacke

Die bereits 20 Jahre alte Drehleiter brachte viele Mutige über die Dächer der Stadt, in bis zu 30 Meter Höhe. Helmut Henke war begeistert, als er wieder aus dem Korb der Drehleiter klettert: „Eine tolle Erfahrung, mal da oben zu sein!“

Auch Rudolf H. Schneider, der selbst schon seit 60 Jahren bei der Feuerwehr Mitglied ist, schaute auf dem Marktplatz vorbei und nutzte auch gleich die Gelegenheit, mal wieder mit der Drehleiter zu fahren. Neben den beiden Männern blieben viele junge Familien bei der Feuerwehr stehen, um sich alles erklären zu lassen.

Bürgermeister Peter Kremer (SPD) war ebenfalls zugegen. Weil die Feuerwehr Gladenbach eine Rettungsorganisation der Stadt Gladenbach ist, ist Kremer bei großen Einsätzen und wichtigen Entscheidungen als Gesamteinsatzleiter dabei. Während seiner Amtszeit musste er allerdings bis jetzt nur zwei Mal seine Feuerwehrjacke mit der Aufschrift „Bürgermeister“ tragen.

In den 15 Einsatzabteilungen der Feuerwehr Gladenbach gibt es aktuell rund 300 Aktive. „Es ist toll, dass es so viele Ehrenamtliche gibt, die Menschenleben retten wollen“, sagte Kremer am Rande des Mitmachtages.

Nächste Chance: Tag 
der offenen Tür im August

Die Freiwillige Feuerwehr Gladenbach bietet für viele Altersgruppen etwas. Kinder ab sechs Jahren, die sich für das Thema Feuerwehr interessieren, können bei den „Fire Kids“ mitmachen. Kinder und Jugendliche von zehn bis 17 Jahren sind bei der Jugendfeuerwehr organisiert.

Wer älter als 17 Jahre ist, kann in die Einsatzabteilung gehen. Neben Bränden gehören Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, Personensuche und Hochwasserbekämpfung zu den Aufgaben der Feuerwehr. Aufgrund der vielfältigen technischen Ausrüstung sind vor allem Technikinteressierte immer willkommen, wie die Verantwortlichen betonen.

Wer den Mitmachtag verpasst hat und sich trotzdem über Geräte und Ausrüstung informieren will, hat beim Tag der offenen Tür am letzten Wochenende im August auf dem Gelände der Gladenbacher Feuerwehr die nächste Gelegenheit.

von Jenna Stein

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