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Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Marburg

Ausbildung in Marburg Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Marburg

Am Donnerstagabend richtete die Kreishandwerkerschaft Marburg ihre traditionelle Sommerfreisprechungsfeier aus: 129 junge Frauen und Männer erhielten dort ihre Gesellenbriefen.

Marburg. Es sei nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, stellte Hermann Rhiel, Obermeister der Fleischerinnung Marburg, die die Freisprechungsfeier im Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) in Marburg mitorganisiert hatte, in seiner Begrüßung fest. Umso erfreulicher sei es, dass die Kreishandwerkerschaft Marburg in diesem Sommer wieder mehr als 120 Gesellenbriefe an junge Menschen überreichen könne.

„Sie sind die Zukunft“, sagte dementsprechend Kreishandwerksmeister Helmut Henkel in seiner Ansprache zu den frischgebackenen Gesellen. Zuvor hatte er fünf Thesen zum Thema „Zukunft“ aufgestellt. „Globalisierung – gut für uns?!“ lautete die Erste: „Nicht alle Arbeitnehmer werden in Zukunft Arbeit haben, aber die die arbeiten, werden mehr verdienen als heute“, erklärte Henkel diesen Satz und ergänzte: „Die Konkurrenz aus dem Ausland wird kommen.“ Die zweite These „Lust auf Arbeit der jungen Generation“ untermauerte er mit der zunehmenden Leistungsorientierung der Jugend.

„Die Arbeitswelt wird weiblicher“ lautete Henkels dritte These, die er mit der zunehmend besseren Qualifizierung der Frauen und der sich wandelnden Rolle der Geschlechter innerhalb der Familie begründete. „Die Wirtschaft braucht ältere Arbeitnehmer“ stellte Henkel anschließend in den Raum. „Es soll eine Rente mit 67 oder sogar 70 Jahren geben, deshalb denke ich, dass 50-Jährige bald nicht mehr zum alten Eisen in der Arbeitswelt gehören werden“, sagte der Kreishandwerksmeister. Zu guter Letzt erklärte er: „Gut leben, statt viel haben“ werde in Zukunft die Lebensdevise sein mit der auch eine Neubesinnung auf andere Werte einhergehe.

Auch Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel beglückwünschte die frischgebackenen Gesellen nicht nur, sondern gab ihnen mahnende Worte mit auf den Weg: „Wir gehen auf eine Zeit zu, wo qualifizierte Mitarbeiter eine viel höhere Bedeutung haben und wo eine qualifizierte Ausbildung eine große Rolle spielt. Sie haben dies bereits erreicht. Nutzen Sie es auch“, sagte das Stadtoberhaupt.

von Katharina Kaufmann

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