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Hinterland Frauen lernen die Autotechnik kennen
Landkreis Hinterland Frauen lernen die Autotechnik kennen
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20:38 10.11.2010
Klaus Matthäi (rechts) erklärte den Frauen während des Seminars der Kfz-Innung Marburg im Berufsbildungszentrum, wie man den Ölstand eines Autos überprüft. Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. Bevor die Frauen unter Anleitung einiger Meister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Marburg allerdings die Werkzeuge in die Hand nahmen, wurde ihnen einiges vor Augen geführt: Was passieren kann, wenn man zu dicht vor dem Lenkrad sitzt und der Airbag auslöst, zeigten die Meister eindrucksvoll anhand einer Puppe.

Vielmehr als die Ratschläge und Tipps der Kursleiter blieben mit Sicherheit die Bilder des „Unfalls“ im Gedächtnis der Frauen hängen. Und wieso man einen Babysitz nur dann auf den Beifahrersitz stellen darf, wenn dort kein Airbag ist, konnte man dabei auch gleich beobachten: Er zerbrach in seine Einzelteile.

Zu sehen gab es auch noch einiges anderes: Was passiert, wenn ich mit einem Notfallhammer auf eine Scheibe schlage? Was ist der Unterschied zwischen normalen Autoreifen und Runflat-Reifen? Staunend stellten die Damen fest, dass man mit einem Runflat-Reifen auch dann noch einige Kilometer fahren kann, wenn der Reifen ein Loch hat ist.

Nach den eindrucksvollen Vorführungen und einer kleinen Stärkung durften die Frauen selbst Hand anlegen: Während an einem Kleinwagen ein Reifen gewechselt wurde, gab es an anderer Stelle eine Ölstandmessung. Zudem schauten die Frauen, welche Flüssigkeiten im Motorraum wo eingefüllt werden müssen. Erläuterungen zum sicheren Verhalten im Pannenfall und eine Erklärung der Bauteile unter dem Auto rundeten das vormittagsfüllende Programm ab.

Seit sieben Jahren veranstaltet die Marburger Kfz-Innung einmal im Jahr eine kostenlose Schulung für Frauen. Günther Nau leitete diesmal die fünfstündige Veranstaltung und freute sich darüber, wie groß die Resonanz war: „Es geht nicht darum, die Frauen bloßzustellen. Wir wollen ihnen die Berührungsangst mit der Technik nehmen und gute Ratschläge für die eigene Sicherheit geben“, sagte er.

von Patricia Kutsch

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