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Hinterland Fraktionen vereint gegen Windräder
Landkreis Hinterland Fraktionen vereint gegen Windräder
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18:18 18.04.2017
Einen ähnlichen Anblick wie hier von der Eckeseite in Biedenkopf auf den Windpark Schwarzenberg wollen die Stadtverordneten ­nahe Dexbach und Engelbach vermeiden. Quelle: Hartmut Bünger
Biedenkopf

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die Fraktionen von CDU, Bürgerblock, SPD und UBL sowie der FDP-Stadtverordnete Uwe Plack mitgeteilt, dass sie den Bau weiterer Windräder auf Biedenkopfer Gebiet ablehnen.

Die Fraktionen haben sich demnach darauf verständigt, keine städtischen Flächen für den Bau weiterer Windkraftanlagen zur Verfügung stellen zu wollen. Darüber hinaus wollen die Fraktionen prüfen lassen, welche zusätzlichen Möglichkeiten es gibt, den Bau zu verhindern. Überlegt wird dabei unter ­anderem, die Genehmigung zum Ausbau städtischer Wege oder für Kabeltrassen zu verweigern.

„Wir sind uns darüber einig, dass mit dem Bau des Windparks Schwarzenberg die Stadt Biedenkopf ihren Beitrag zur Energiewende geleistet hat“, heißt es in der Erklärung. Weitere Windräder auf wesentlich kleineren Flächen ergeben aus Sicht der Fraktionen keinen Sinn. Zudem gehen die Fraktionen davon aus, dass auch die Bevölkerung weitere Windräder ablehnt.

Die Parlamentsfraktionen planen ihrer Pressemitteilung zufolge, in der nächsten Stadtverordnetensitzung einen gemeinsamen Antrag einzubringen, der das Ziel, weitere Windräder in Biedenkopf zu verhindern, widerspiegeln soll.

Hintergrund ist, dass die Krug Energie GmbH derzeit plant, drei oder vier Windräder mit ­einer Höhe von rund 230 Metern nahe Engelbach und Dexbach zu bauen. Der Windpark würde etwa zwei Kilometer von Dexbach entfernt entstehen.

Die Firma Krug hat die Pläne kürzlich bei Bürgerversammlungen in Dexbach und Engelbach vorgestellt. Das Unternehmen sucht derzeit das Gespräch mit den Eigentümern der für das Projekt benötigten Flächen und versucht, Pachtverträge abzuschließen. Neben vielen Privatleuten besitzt auch die Stadt Biedenkopf Grundstücke in dem Gebiet.

von Susan Abbe

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