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Wo und was packen Sie zuerst an?

Bürgermeisterwahl Bad Endbach Wo und was packen Sie zuerst an?

Am 24. September entscheiden die Bürger Bad Endbachs, wer ihr neues Gemeindeoberhaupt wird. Lesen Sie hier, welchem Thema sich die sechs Kandidaten im Falle eines Sieges als erstes widmen möchten.

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Diese sechs Kandidaten wollen Bürgermeister in Bad Endbach werden

Quelle: Archiv

Bad Endbach. Sechs Kandidaten wollen die Nachfolge von Bürgermeister Markus Schäfer­ antreten. Das haben sie geantwortet auf die Frage: „Wenn Sie gewählt werden, wo und was packen Sie zuerst an?“

Förderung der Ortskerne ist mir wichtig

Henning Hild (parteilos):

Zuerst möchte ich mich so schnell wie möglich in die neue Aufgabe einarbeiten und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenlernen. Im nächsten Jahr liegen dann zunächst einige Maßnahmen im Straßenbau an. Hier möchte ich neben den schon in der Planung befindlichen Straßen wie „Am Goldfloss“ oder die „Bischoffener Straße“ auch die Ortsdurchfahrt in Wommelshausen anpacken. Fehlende Bürgersteige, unübersichtliche Kurven und die marode Straße machen den Weg, ­besonders für unsere Kinder, gefährlich.

Wir haben im Hinterland mit der Skipiste eine tolle Anlage für Einheimische und Touristen. Hier möchte ich gemeinsam mit den Ehrenamtlichen des örtlichen Skiclubs schauen, wie wir die Anlage besser nutzen können. Einige Ideen sind bereits vorhanden, wie zum Beispiel ­eine Beschneiungsanlage oder eine Sommerrodelbahn sowie eine bessere Anbindung an den Flowtrail.

Die Attraktivität der Ortskerne ist mir ein weiteres wichtiges Anliegen. Dazu möchte ich eine Ortskernförderung entwickeln. Hier denke ich an Zuschüsse für junge Familien, die sich der alten und schon lange leer stehenden Häuser annahmen. Auch eine Förderung für den Abriss von alten, nicht mehr genutzten landwirtschaftlichen Gebäuden ist eine Option. So könnte man für mehr Grünflächen in den Ortskernen sorgen.

 

 

Sachverhalte kennen und priorisieren

Volker Jakob (parteilos):

Ich werde, wie ich es als Anwalt gewohnt bin, mich zunächst in die Sachverhalte einarbeiten und sodann nach der Dringlichkeit der anstehenden Entscheidungen mein weiteres Handeln ausrichten.

 

Bei Betreuung der Kinder keine Einbußen

Armin Müller-Rasmussen (parteilos):

Wenn ich als Bürgermeister gewählt werde, werde ich als Erstes den Anbau der Kindertagesstätte „Wunderland“ umsetzen.­ Dort drängt die Zeit. Die Übergangslösung mit den Containern ist zeitlich bis Sommer 2018 befristet. Bis dahin muss der Bedarf an Betreuungsplätzen umgesetzt sein. Da mein Sohn bis vor zwei Jahren den Kindergarten Hartenrod besucht hat, weiß ich, wie unbefriedigend es ist, wenn die Kinderbetreuung nicht den Bedürfnissen der Eltern und vor allem nicht den Bedürfnissen der Kinder entspricht. Die Kinder sind unsere Zukunft, in der Qualität der Betreuung und Unterbringung werde ich keine Einbußen hinnehmen.

Zur Finanzierung werde ich versuchen, unseren Träger „Weißer Stein“ als Investor zu gewinnen. Eine solche Kooperation sichert uns langfristig eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Zeitgleich werde ich der Gaststätte „Zum Kurpark“ wieder Leben einhauchen. Vielleicht vorerst nur sonntags mit Kaffee und Kuchen. In Gesprächen wurde mir klar, dass die Schließung vom Café Burk sehr bedauert wird und so etwas vom Bürger gewünscht ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass damit auch der Kurpark belebt wird.

 

Hospitieren in schuldenfreier Kommune

Karina Schlemper-Latzel (parteilos):

Nach der Wahl und bevor die Amtszeit beginnt, werde ich mich um eine Hospitation in einer (fast) schuldenfreien Gemeinde in Hessen bemühen, um für mein neues Amt in Bad Endbach zu lernen. Es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden!

Im Anschluss wird die Zeit der Einarbeitung beginnen und die geordnete Übergabe der Dienstgeschäfte mit dem jetzigen Amtsinhaber. Mit Beginn der Amtszeit werde ich zuerst persönliche Gespräche mit ­allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung führen. Zum einen, um die Mitarbeiter kennenzulernen und zum anderen, um über die aktuellen Sachverhalte informiert zu sein.

Unter Berücksichtigung der Entscheidungen der kommenden Gemeindevertretersitzungen, werde ich dann zusammen mit dem Gemeindevorstand Prioritäten setzen.

Meine weiteren Schwerpunkte sind verschiedene Veröffent- lichungen in der Presse sowie meinem Flyer zu entnehmen und werden dann, nach und nach angegangen.

 

Konzept für Beteiligung
 der Bürger

Julian Schweitzer (SPD):

Zunächst möchte ich die Mitarbeiter besser kennenlernen. Ich werde Gespräche führen und in jeder Abteilung einen Arbeitstag verbringen. Ich möchte so einen Überblick über die laufenden Projekte und die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter erhalten. Gespräche werde ich auch mit Bürgern führen. Ich werde­ ein Bürgermeister sein, der nah an den Menschen ist. Deshalb werde ich weiter ortsansässige­ Betriebe, Institutionen und Vereine besuchen.

Inhaltlich werde ich der Gemeindevertretung in meinen ersten 100 Tagen ein Konzept für mehr Bürgerbeteiligung vorlegen. Dazu zählen Dialogforen, Informationsveranstaltungen, eine digitale ­
Beteiligungsplattform und die Einführung eines Kinder- und Jugendparlamentes. Des Weiteren werde ich mit der Betriebskommission der Lahn-Dill-Bergland Therme ein Konzept zum Schwimmunterricht für Kinder unserer Großgemeinde erarbeiten. Dazu zählt für mich auch der freie Eintritt in die Therme für alle Kinder bis zum sechsten Lebensjahr.

Gemeinsam mit der Tourismus-Kommission werde­ ich über konkrete Möglichkeiten der Erweiterung unseres bisherigen Konzeptes beraten. Für mich hat der Tourismus in Bad Endbach nur dann eine ­
 Zukunft, wenn wir Angebote im Aktivsport einbeziehen und ­attraktiver für Familien bzw. junge Zielgruppen werden. Mir ist dabei jedoch besonders wichtig, auch die bisherigen Übernachtungsbetriebe mit ins Boot zu holen. Nur mit allen Akteuren gemeinsam können wir eine Erweiterung unseres bisherigen Konzeptes bewerkstelligen.

 

KSF umplanen in eine Eventhalle

Carsten Stoll (parteilos):
Wenn es so weit kommt, dass ich unsere Gemeinde als Bürgermeister vertreten darf, werde ich zuerst in unserer Kneipe den Zapfhahn in die Hand nehmen und für alle meine Gäste ein frisch gezapftes Bier zapfen. Spaß muss sein!

Als Erstes werde ich mich dafür starkmachen, dass die Erneuerung bzw. der Umbau und die Renovierung des Kultur-, Sport- und Freizeitzentrums (KSF) durchgeführt wird. Dafür werde ich Geldgeber suchen, um kostengünstig das KSF zu seinem ursprünglich geplanten Zweck zurückzuführen. Ich werde nach all den Renovierungsarbeiten und notwendigen Umbaumaßnahmen Veranstaltungen wie Konzerte, Weihnachtsmärkte und Vereinsfeiern dort stattfinden lassen.

Eventuell kann man mit den Vereinen aus der Gemeinde eine große Faschingsveranstaltung machen und einen Mitsommernachtsball veranstalten. Des Weiteren werde ich für alle Kinder der ­Gemeinde monatlich eine Kinderdisco machen.

Mehr zu den Kandidaten, inklusive Links zu Porträts und Steckbriefen, finden Sie hier.

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