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Fokus liegt auf regionalen Grundlagen

Fokus liegt auf regionalen Grundlagen

Eine Umfrage, bei der die Verbraucher den Einsatz regionaler Grundprodukte, wie etwa Mehl, an die erste Stelle ihrer Kundenwünsche gestellt hatten, bestätigt die bisherige Praxis bei den heimischen Bäckern.

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Der Einsatz regionaler Grundprodukte ist für die Bäcker aus dem Hinterland selbstverständlich. Das machten sie in ihrer Jahreshauptversammlung noch einmal deutlich.

Quelle: Erich Frankenberg

Biedenkopf. Bei der Jahreshauptversammlung der Biedenkopfer Bäcker-Innung im Haus des Handwerks verwies Obermeister Klaus Heck noch einmal ausdrücklich auf das Ergebnis der Befragung. Erst nach den  regionalen Grundprodukten folge der Wunsch der Kunden nach Bioprodukten, und erst an dritter Stelle der Kundenbefragung hätte der Preis gestanden.

Die überaus erfolgreiche Teilnahme der heimischen Bäcker bei den Brot- und Brötchenprüfungen sei nicht zuletzt durch den Einsatz regionaler Grundprodukte erreicht worden. Trotz der weiterhin hohen Rohstoffpreise und der um zehn Prozent gestiegenen Energiekosten sei es schwierig, die Kostensteigerungen an den Kunden weiterzugeben, da „uns die Discounter im Nacken sitzen“, lautete die Einschätzung des Obermeisters. Nach wie vor werde gerade beim Getreide spekuliert, was zur Erhöhung der Rohstoffpreise führe.

Zur allgemeinen Lage der Bäckereien berichtete Heck, dass sich die Anzahl der Betriebe seit dem Jahr 1996 halbiert habe. Die Zahl der Beschäftigten in diesem Zeitraum sei aber gestiegen.

Das führte Heck auch auf die Zunahme von größeren Betrieben zurück. Dieser Trend mache vor dem Hinterland ebenso wenig Halt wie vor anderen Regionen, so der Obermeister. Er zeigte sich überzeugt davon, dass man auch in Zukunft mit Qualität, Frische, gutem Service und mit freundlichen, kompetenten Bedienungen die Kunden von sich überzeugen könne.

Erfreuliche Lage im Ausbildungsbereich

Erfreulich ist auch die Lage bei den Auszubildenden: In den elf Innungsbetrieben werden zurzeit elf Lehrlinge zum Bäcker ausgebildet. Zehn Auszubildende erlernen den Beruf der Bäckereifachverkäuferin. Ihren Gesellenabschluss haben im vergangenen Jahr fünf Bäcker und fünf Fachverkäuferinnen mit Erfolg abgelegt. In diesem Zusammenhang wies Klaus Heck darauf hin, dass der Prüfungsausschuss der Bäcker-Innung Biedenkopf die Gesellenprüfung der Bäcker auch für die Marburger Innung organisiert, während die Marburger Kollegen die Prüfungen für die angehenden Fachverkäuferinnen beider Innungen durchführen.

Ihren Erfahrungsaustausch wollen die Bäcker, wie im vergangenen Jahr auch, bei einem Bäcker-Familienabend fortsetzen.

Bei der Berufsbildungsmesse im September will die Innung wieder mit einem Stand auf das Bäckerhandwerk und dessen Ausbildungsmöglichkeiten hinweisen.

von Erich Frankenberg

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