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Hinterland Föhnfische und Leewellen freuen Segelflieger
Landkreis Hinterland Föhnfische und Leewellen freuen Segelflieger
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00:16 15.04.2013
Der Duo Discus XT während des Flugs in einer Leewelle.Privatfotos
Kiruna

Die rund 2900 Kilometer lange Anfahrt von Bottenhorn zum Eisflugplatz Pirttivuopio war die erste Herausforderung für die Segelflieger Jan und Björn Köhnke. Nach einer 35-stündigen Autofahrt stellten sie den Anhänger mit dem Segelflugzeug auf einem zugefrorenen See ab. Seit 1962 organisiert der Segelflugverein Kiruna ein zweiwöchiges Fluglager. Dazu wird mit einer Schneefräse auf dem blanken Eis eine 1200 Meter lange Bahn gefräst, um die herum die meist schwedischen und finnischen Segelflieger in Wohnwagen oder Holzhütten campen.

„Wir haben uns eine kleine Holzhütte gemietet, die 10 Kilometer entfernt in Nikkaluokta stand“, erzählt Jan Köhnke. Diese hatte deutlich mehr Komfort: Kochecke mit fließendem Wasser und sogar ein WC.

Das Wetter beschreibt Köhnke als traumhaft: Es hatte sich ein Hochdruckgebiet über Skandinavien festgesetzt. Die nötigen Aufwinde für den Segelflug entstehen zu dieser Jahreszeit durch Leewellen. Die Leewellen entstehen auf der dem Wind abgewandten Seite (Lee) der Berge und sind oft durch linsenartige Wolkenbildung begleitet, welche auch als Föhnfisch bezeichnet werden. Die Teile der Welle, die Aufwinde darstellen, sind eine Möglichkeit für Segelflugzeuge an Höhe zu gewinnen.

„Unser höchster Flug ging auf 7274 Meter über dem Meeresspiegel und es war mit Minus 46 Grad Celsius sehr kalt“, sagt Björn Köhnke. In dieser Höhe kann nur mit einer Sauerstoffanlage geflogen werden. Zudem muss auch die Kleidung funktional sein und wärmen.

Als Entschädigung für die kalten Füße und Finger gab es eine beeindruckende Aussicht auf die verschneiten Gipfel des Kebnekaise-Massiv. Der vergletscherte Südgipfel des Kebnekaise ist mit 2104 Metern der höchste Berg Schwedens. Am Ende des Fluglagers standen 15 Starts, 23 Flugstunden und 48004 Höhenmeter auf dem Konto.

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