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Hinterland Wirtschaftskraft: Landkreis rutscht ab
Landkreis Hinterland Wirtschaftskraft: Landkreis rutscht ab
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13:04 02.01.2018
Die Wirtschaftskraft hat laut der der Focus-Money-Studie im Landkreis nachgelassen. Quelle: Bernd Wüstneck
Marburg

Böblingen vor der Toren Stuttgarts ist Deutschlands wirtschaftsstärkste Region. Das ergab die nunmehr 15. Auflage des Landkreis-Rankings des Wirtschaftsmagazins Focus-Money. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die bayerischen Kandidaten Ingolstadt (kreisfreie Stadt) und der Vorjahressieger Landkreis Ebersberg. Schlusslichter im Ranking sind die Städte Hagen und Bochum in Nordrhein-Westfalen und ganz am Ende der Kreis Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

In Hessen liegen der Main-Taunus Kreis (Rang 25 bundesweit), der Hochtaunuskreis (32) und Fulda (56) auf den vordersten Plätzen. Der heimische Landkreis rangiert mit Platz 14 von 26 untersuchten Kreisen in Hessen im Mittelfeld.
Der Nachbar-Landkreis Waldeck-Frankenberg erzielt im Hessen-Ranking Platz 11 (bundesweit: 125), der Lahn-Dill-Kreis liegt demnach in Hessen auf Rang 21, deutschlandweit auf Platz 270.

Nahezu Schlusslicht in Hessen mit Platz 25 ist der Landkreis Gießen – dahinter liegt nur noch der Werra-Meißner-Kreis. Auch bundesweit sieht es für die beiden Kommunen nicht gut aus: Gießen belegt demnach Rang 331, im Vorjahresvergleich stand Gießen noch auf dem 296. Platz. Der Werra-Meißner-Kreis erreichte bundesweit sogar gar nur Platz 367, verlor im Vergleich zum Vorjahr weitere
4 Plätze.

Sieben Faktoren

Die Wirtschaftskraft der Regionen und Städte wurde laut Focus-Money anhand von sieben Faktoren gemessen: Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP), Arbeitslosenquote, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe je Beschäftigten, Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen und verfügbares Einkommen je Einwohner.

Basis waren Daten der Statistischen Landesämter sowie der Bundesagentur für Arbeit für die Jahre 2011 bis 2016. Die Bewertung erfolgte anhand der jüngsten verfügbaren Werte, längerfristiger Durchschnittswerte sowie der Dynamik der Entwicklung im Untersuchungszeitraum.

Bundessieger Böblingen schaffte es demnach in den Ranglisten der einzelnen untersuchten Faktoren zwar nur beim BIP-Wachstum sowie bei der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen in die Top-10 aller Kreise und Städte, fuhr aber dank solider Leistungen über alle Teilbereiche hinweg den Gesamtsieg ein. Im Landkreis-Ranking des Vorjahres hatte Böblingen insgesamt noch auf Rang neun gelegen.

von Andreas Schmidt